Spielfeld 2 wird für 120.000 Euro saniert

Runderneuerung für Rasenplatz im Sportzentrum Martinsee

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Heusenstamm - Nicht erst seit diesem Jahr klagen viele Sportler über den Zustand des zweiten großen Rasenplatzes im Kultur- und Sportzentrum Martinsee. Inzwischen muss der Platz hinter dem Hauptgebäude nach Regen immer wieder gesperrt werden. Von Mitte August an wird der Rasen nun saniert.

Unebenheiten vor allem, aber auch die Tatsache, dass Wasser nur schwer abfließt, haben den großen Rasenplatz zwischen dem Hauptgebäude und dem Grillplatz im Kultur- und Sportzentrum Martinsee zu einer gefährlichen Fläche werden lassen. Nach den vielen Regenfällen der vergangenen Wochen war die Fläche gerade wieder gesperrt. Nun will die Stadt rund 120.000 Euro ausgeben, um das Gelände, das von Fußballern und Rugby-Spielern genutzt wird, zu sanieren.

Die Sportler müssten deshalb jetzt ein wenig zusammenrücken, meint Markus Tremmel, Leiter des Fachdienstes Sport und Kultur in der Stadtverwaltung. Es werde auch über die Sommerferien hinaus Einschränkungen geben, da das Spielfeld bis Ende des Jahres „ausfallen“ werde. Zudem könne man auch kaum auf andere Plätze ausweichen, da diese nicht überstrapaziert werden könnten. Sportplätze dürften nur 15 bis 20 Stunden je Woche für das Training belegt werden. Alle in Frage kommenden Sportplätze seien vollständig ausgelastet. Dafür werde die dringend notwendige Sanierung nun grundlegend, verspricht Bürgermeister Halil Öztas.

Zunächst habe man den Rasenplatz von einem Fachbüro untersuchen lassen. Dabei sei deutlich geworden, erläutert Tremmel, dass das Spielfeld keinen erkennbaren Schichtenaufbau habe, eine Sperrschicht (Black-Layer) Fäulnis hervorrufe und ungünstige Bedingungen für die Rasenwurzeln schaffe. Zudem könne Wasser nicht ausreichend versickern und abgeleitet werden. Der Baugrund, einst mit Bauschutt und Schlacke verfüllt, zeige ebenfalls eine geringe Wasserdurchlässigkeit.

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Geplant sei, von Mitte August an Drängräben und Dränschlitze sowie zusätzlich Mikroschlitze einzubauen. Zudem soll ein Kaskadensystem geschaffen werden, das Stauwasser bereits auf der Rasen-Tragschicht abführt, da durch die engen Abstände geringe Fließstrecken für das Wasser entstehen. Schließlich muss das gesamte Spielfeld neu eingesät werden. Aus diesem Grund werde eine Vollbelastung des Rasenplatzes voraussichtlich bis Ende des Jahres nicht möglich sein, sagt Tremmel. Die betroffenen Vereine seien darüber bereits informiert. 

clb

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