Anschaffung einer Solaranlage: Blick ins Internet lohnt sich

Solarkataster: Das Werkzeug für Sonnenfans

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Mehr als ein „Spielzeug“ im Internet: Das hessische Solarkataster bietet präzise Informationen rund um die Nutzung von Sonnenenergie. Der beispielhafte Ausschnitt zeigt die Südliche Ringstraße, mit Rathaus und Polizeistation sowie Amtsgericht und Finanzamt im Zentrum.

Langen - Ist mein Haus tauglich für die Installation einer Solaranlage? Falls ja – was kostet der Spaß und: Spielt der erzeugte Strom den Aufwand wieder ein? Antworten auf Fragen wie diese liefert das Solarkataster im Internet.

Wer mit der Anschaffung einer Solaranlage liebäugelt, kann seit Kurzem im Internet nachsehen, ob seine Immobilie sonnentauglich ist. Möglich macht’s das hessische Solarkataster. Jenes bietet einen direkten Blick auf die Eignung von Dach- und Freiflächen und zeigt sowohl die Potenziale für Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung als auch für solarthermische Anlagen zur Wärmeerzeugung. Eine Karte macht deutlich, wo die am besten besonnten Flächen sind. Hilfreich ist zudem ein Wirtschaftlichkeitsrechner, der ermittelt, ab wann sich die Investition in eine Anlage lohnt und wie viel Kohlendioxid damit eingespart werden kann. In Abhängigkeit vom individuellen Eigenverbrauch lässt sich ferner die optimale Modulgröße herausfinden.

Alle rund fünf Millionen hessischen Dächer und sämtliche Freiflächen lassen sich mit Hilfe des Katasters, das vom Wirtschafts- und Energieministerium freigeschaltet worden ist, online auf die Eignung für eine Solaranlage prüfen. Die Übersicht berücksichtigt nicht nur physikalische Größen wie Neigungswinkel und Verschattung, sondern kalkuliert ebenso die Wirtschaftlichkeit einer Anlage für unterschiedlichste Verbrauchsprofile und technische Varianten – so beispielsweise die Kombination einer Solaranlage mit einem Stromspeicher oder einem Elektrofahrzeug.

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„Das Solarkataster gibt dem Bürger präzise Informationen, ermutigt zu Investitionen und unterstützt die Energieversorger bei der Planung“, urteilt Langens Erster Stadtrat Stefan Löbig. „Mit seiner Detailschärfe und seinen Funktionen ist dieses Instrument einmalig in einem Flächenbundesland.“ Die Daten stammen aus dem amtlichen Liegenschaftskataster, das über hochauflösende Luftbilder verfügt. Solaranlagen liefern in Hessen bisher 4,5 Prozent des Nettostrombedarfs. Die Voraussetzungen lassen freilich einen wesentlich höheren Anteil zu. hob

Weitere Infos: solarkataster.hessen.de

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