Linke wenig begeistert von Plänen

Arztpraxen statt Einkaufszentrum in Oberlinden 

Langen - Die Pläne der Besitzer des Einkaufszentrums Oberlinden zur Revitalisierung stoßen bei den Linken auf wenig Begeisterung. Sie planen eine Wiederbelebung des Zentrums mit medizinischem Schwerpunkt.

Die Eigentümer wollen (mit dem Segen der Stadtverwaltung) künftig einen medizinischen Schwerpunkt (Arztpraxen, Physiotherapie oder Ähnliches) setzen, dazu wieder Einzelhandel und Gastronomie ansiedeln. Zudem ist die Schaffung von weiteren Wohnungen vorgesehen. Doch dieses Konzept stößt bei den Linken auf Ablehnung: „Im Stadtteil Oberlinden fehlt seit vielen Jahren ein Markt für den täglichen Lebensmittelbedarf“, kritisiert Roland Wurm, Vorsitzender des Ortsverbandes. „Die nächstgelegenen Märkte befinden sich in der Mitte der Pittlerstraße. Diese sind für die vielen alten Menschen in Oberlinden ohne Hilfe nicht erreichbar.“ Schon zuvor waren sich die Langener Kommunalpolitiker über die Nutzung uneinig.

Da das Einkaufszentrum seinen Namen nicht mehr verdiene und die privaten Besitzer „wohl aus finanziellen Gründen kein Interesse an der Einrichtung eines kleinen Marktes haben, sondern lieber gut verkaufbaren Wohnraum schaffen wollen, ist die Stadtverwaltung gefordert, dringend eine Lösung zu finden“, so Wurm: „Das Wohl der Bürger sollte an erster Stelle stehen.“

Tag der offenen Tür in der Asklepios Klinik

Wenn der Magistrat darauf verweise, dass die Stadt keinen Einfluss habe, weil sich das EKZ in privaten Besitz befindet, zeige das, wohin es führe, wenn das Eigentum der Stadt an Investoren verkauft werde, kritisieren die Linken auch mit Blick auf die Pläne in der Bahnstraße. „Wir werden uns im Stadtparlament vehement für die Wiederansiedlung eines Einkaufsmarktes in Oberlinden einsetzen“, betont Wurm. Am Samstag, 15. Oktober, will die Linke von 10 bis 13 Uhr einen Infostand an der Ecke Berliner Allee/Forstring aufbauen. „Dort können sich die Einwohner informieren und Anregungen geben.“ (ble)

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