Wieder ein Stück schöner

Bahnstraße: Bereich vor Tedi-Markt wird umgestaltet

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Der Bereich vor dem Tedi-Markt in der unteren Bahnstraße wird von Montag an im gleichen Stil wie das Areal vor dem Kaufhaus Braun umgestaltet.

Langen - Der „große Wurf“ ist angesichts der finanziellen Lage der Stadt nicht drin, aber dank privaten Engagements wird die Bahnstraße zumindest in einigen Abschnitten schöner:

Eine adrette Pflasterung aus hochwertigem Betonstein, eine massive Sitzbank mit schicken Auflagen, Fahrradständer und eine attraktive Beleuchtung – was vor dem Kaufhaus Braun schon seit zweieinhalb Jahren Realität ist, wird jetzt auch auf dem daneben liegenden, etwa 80 Meter langen Bahnstraßen-Abschnitt zwischen der Elisabethen- und der Annastraße verwirklicht. Wie Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne) mitteilt, werden auf der Nordseite die Freiflächen vor den privaten Grundstücken nach gleichem Muster neu gestaltet. Die Stadt erhält dafür Fördermittel von Bund und Land aus dem sogenannten Stadtumbauprogramm. Aber auch der Eigentümer des Hauses Bahnstraße 97 mit dem Tedi-Markt im Erdgeschoss beteiligt sich mit rund 20.000 Euro. Ihm gehört ein Teil der Fläche vor seinem Gebäude. Auf die Stadt entfallen etwa 185.000 Euro; schätzungsweise 110.000 Euro bekommt sie aus dem Stadtumbautopf.

Löbig dankt dem Eigentümer für seine Mitwirkung an dem Projekt. Seine Bereitschaft zur finanziellen Beteiligung sei keineswegs selbstverständlich. „Ein solches privates Engagement hat immer Vorbildcharakter“, betont Löbig. Es sei zu wünschen, dass es viele Nachahmer gebe. Von der positiven Veränderung profitieren nach Löbigs Ansicht alle – Eigentümer, Anwohner, Geschäftsinhaber und Kunden. Eine attraktive Bahnstraße sei für die ganze Stadt ein Gewinn. „Mit der Umgestaltung schaffen wir, gerade auch wegen der Einheitlichkeit, ein einladendes Erscheinungsbild, das Anreize schafft, in die Innenstadt zu kommen“, sagt Löbig. Ziel sei es, die gesamte Bahnstraße aufzumöbeln. Das dürfte allerdings wegen der finanziellen Situation der Stadt noch ein langer Weg sein. Löbig hofft deshalb auf weitere private Unterstützer, um noch mehr Flächen vor den Häusern neu herzurichten. Der große Umbau liege nach wie vor auf Eis, bis genügend Geld da sei.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

Löbig erinnert daran, dass in jüngerer Zeit mit kleinem Budget im oberen Teil der Einkaufsmeile einiges bewirkt worden sei. Neue Bänke, Fahrradbügel, Papierkörbe, das goldlackierte Uhrtürmchen und der Einsatz des StraßenCarers hätten das Flair verbessert. Überdies habe die Volksbank vor ihrem Gebäude die einheitliche Gestaltung aufgenommen.

Die Arbeiten zwischen Luisen- und Annastraße beginnen am Montag, 13. Juni, und dauern etwa zwei Monate. In die Fußbodenplatten kommen zehn Bodenleuchten, die nachts die Platanen anstrahlen. Vorm Tedi wird eine massive Sitzbank aufgestellt, hinzu gesellen sich sieben Fahrradbügel.

ble

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