Antrag auf Akteneinsicht

BUND für schnellere Aufforstung am Langener Waldsee

Langen - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert eine schnellere Rekultivierung am Langener Waldsee. Um dieses Anliegen zu forcieren, hat der BUND beim Regierungspräsidium Darmstadt jüngst einen Antrag auf Akteneinsicht gestellt.

Dabei beruft sich der Umweltverband auf das Hessische Umweltinformationsgesetz. „Wir rechnen täglich mit der Genehmigung“, gibt sich BUND-Vorstandsmitglied Guido Carl optimistisch. Denn Gründe für eine Ablehnung des Antrags sind seiner Meinung nach nicht ersichtlich. Nach den Informationen des BUND steht der Betrieb der Deutsche Asphalt GmbH (Werk eines der führenden Mischgutproduzenten Deutschlands) seit Ende 2015 still. Auch die Genehmigung für den Standort der Firma Lithionplus (Werk einer Steinmanufaktur) ist nach Angaben des BUND am Jahresende 2015 ausgelaufen. Beide Betriebe könnten also zurückgebaut werden, skizziert Carl – „so dass eine Fläche von 6,4 Hektar ortsnah aufgeforstet und in den Bannwald integriert werden könnte“. Das ist aus Sicht des BUND vor allem angesichts der aktuellen Bannwaldverluste durch die Südosterweiterung des Langener Waldsees wünschenswert.

Der Umweltverband will durch die Akteneinsicht in den Unterlagen des Regierungspräsidium erfahren, wie die Rechtslage sich derzeit im Detail darstellt. „Bestätigt die Einsicht unsere bisherigen Informationen, dann werden wir auf eine möglichst schnelle Wiederaufforstung der Flächen und ihre Integration in den bestehenden Bannwald drängen“, bekräftigt Carl. cor

Bilder: Bannwald erhalten oder Kies abbauen?

Rubriklistenbild: © Archiv: Strohfeldt

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