Aktionstag „Breitband Kompakt Langen“

Damit’s schneller ins Netz geht

Langen - Mit Highspeed ins Internet: Wer mit seiner Verbindung ins weltweite Datennetz unzufrieden ist, kann sich bei einer Veranstaltung der Wirtschaftsförderung ausführlich informieren. Diese richtet sich am kommenden Mittwoch sowohl an Unternehmen als auch an Privatleute.

Leistungsfähige Datennetze sind ein wichtiger Standortfaktor. Das gilt gleichermaßen für die Ansiedlung von Unternehmen als auch für die immer komplexer werdende Nutzung des Internets in Privathaushalten. Ein flotter Anschluss an die digitale Welt wird von den Menschen nicht nur gewünscht, sondern mittlerweile auch vorausgesetzt. Wie es um die Situation in Langen bestellt ist und welche Möglichkeiten es gibt, zeigt ein Infonachmittag zum Breitbandangebot, der am Mittwoch, 22. Juni, von der städtischen Wirtschaftsförderung im Foyer der Stadthalle veranstaltet wird. Er richtet sich – verteilt auf zwei zeitlich voneinander getrennte Blöcke – zum einen an Gewerbetreibende, zum anderen an Privatleute. Der Breitbandberater des Landes Hessen, Berthold Passlack, Vertreter der in Langen engagierten Telekommunikationsunternehmen (Telekom, Unitymedia, Vodafon und Entega Medianet), die Stadtwerke und die Wirtschaftsförderung selbst informieren über die digitale Infrastruktur, die gesetzlichen Vorgaben und die geplantem Initiativen wie den Breitbandausbau in Langen und im Kreis Offenbach. Die Besucher können sich an Ständen ein Bild davon machen, welche Anbieter es vor Ort gibt und welche Leistungen sie für welchen Preis bieten.

„Breitband Kompakt Langen“ – so der offizielle Titel – ist nach den Worten von Joachim Kolbe, städtischer Fachbereichsleiter unter anderem für Wirtschaftsförderung, eine sehr gute Gelegenheit, sich mit seinen Fragen und Wünschen zur Datenübertragung direkt an die verschiedenen Dienstleister zu wenden und Informationen aus erster Hand zu erhalten. Auskünfte gibt es dabei zum Beispiel darüber, welche Übertragungsraten wo in Langen möglich sind. Auftakt ist um 13 Uhr für gewerbliche Interessenten. Zunächst stellen sich die Telekommunikationsunternehmen und der Breitbandberater des Landes kurz vor, anschließend stehen sie an ihren Ständen für Fragen und Informationen bereit. Ab 16.30 Uhr sind – bei gleichem Programm – Privatleute willkommen. Die Veranstaltung dauert bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Breitband ist für eine fixe Datenübertragung das Zauberwort, aber die Qualität ist unterschiedlich. Sie reicht von der herkömmlichen Telefonleitung (DSL) über das TV-Kabelfernsehnetz und die drahtlose Übertragung per Funk bis zum Glasfaserkabel. Letzterem gehört die Zukunft, weil es eine unübertroffen hohe Datenübertragung ermöglicht.

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„Langen“, sagt Kolbe „ist insgesamt sehr gut ausgestattet, so mit dem Kabelnetz der Telekom und dem Fernseh-Koaxialkabelnetz von Unitymedia.“ Im Wirtschaftszentrum Neurott könne überdies auf das Glasfaserkabel der Stadtwerke zurückgegriffen werden. Dennoch gebe es ein paar wenige Lücken (im Neurott, in der Altstadt oder im Birkenwäldchen), die vergleichsweise schlecht erschlossen und von einer Downloadgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s weit entfernt seien. Dieses Tempo sieht die von der Bundesregierung beschlossene Digitale Agenda flächendeckend in Deutschland bis 2018 vor.

Kolbe geht davon aus, dass Langen das vorgegebene Ziel in absehbarer Zeit durch Investitionen der Anbieter erreicht. Zudem beteilige sich die Stadt an einem kreisweiten Projekt zum Breitbandausbau, um die weißen Flecken zu beseitigen. Der Startschuss falle im September. „Wir müssen in Langen eine Kommunikationsinfrastruktur von hoher Geschwindigkeit sicherstellen, um uns als Standort behaupten zu können“, sagt Kolbe. „Unser Motto ‚Schnell am Ziel‘ gilt natürlich im Besonderen auch für die rasant wachsenden Datenmengen und den Datenaustausch.“ Gut gestellt seien die Weichen für die Neubaugebiete im Belzborn oder an der Liebigstraße sowie die Projekte im Wirtschaftszentrum wie Technologiepark und Multipark. Sie sollen an ultraschnelle Glasfaserleitungen angeschlossen werden, um so optimal die künftigen Anforderungen an die Datenübertragung erfüllen zu können.

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