Neue Gemeinschaftsanlage für Urnen auf dem Friedhof

Pflegefreie Gräber werden immer beliebter

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Die neue Urnenanlage auf dem Friedhof besteht aus drei Stelen. Für die Angehörigen entfällt dabei die Notwendigkeit der Grabpflege.

Langen - Eine neue Gemeinschaftsgrabanlage für die Beisetzung von Urnen haben die Kommunalen Betriebe (KBL) auf dem Friedhof gestaltet. Anlass war nach den Worten von KBL-Betriebsleiter Manfred Pusdrowski die hohe Nachfrage nach pflegefreien Gräbern.

Mittlerweile würden sich rund 60 Prozent der Angehörigen für diese naturnahen Bestattungsformen entscheiden. Insgesamt gibt es in Langen rund 300 Beerdigungen im Jahr. Das neue Urnenfeld liegt in der Nähe des Haupteingangs. Es ergänzt den seit Jahren bestehenden Friedpark und unterscheidet sich von diesem unter anderem durch die erstmals verwendeten Grabstelen aus regionalen Gesteinsarten. Es handelt sich um drei Säulen aus Muschelkalk, an die 40 Namenstafeln aus Grauwacke (graue bis grüngraue Sandsteine) angebracht sind. Im weitläufigen Friedpark stehen die Namen der Verstorbenen einschließlich der Geburts- und Sterbedaten auf Sandsteintafeln oder auf Efeublättern aus Messingbronze, die an größeren Steinen befestigt wurden.

Die traditionelle Praxis, dass die Nachkommen die Gräber ihrer Eltern und Großeltern pflegen, werde zunehmend seltener, so Pusdrowski. Das liege oftmals nicht am fehlenden Willen, sondern häufig an einem anderen Wohnort der Angehörigen. Außerdem falle älteren Menschen die Grabpflege mitunter sehr schwer. „Diese Entwicklung spiegelt sich im Konzept des Langener Friedhofs wider“, sagt er. (ble)

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