Fraktion und Vorstand personell getrennt

Grünen-Ortsverband formiert sich neu

+
Der neue Vorstand des Langener Grünen-Ortsverbands (von links): Sprecher Berno Schäfer, Klaus Göbel, Frank Vocke, Manuela Kaspari, Dieter Bachmann sowie Daniel Sommerlad.

Langen - Mit neu formiertem Vorstand will der Ortsverband der Grünen künftig stärker Präsenz zeigen, Nähe zu den Bürgern suchen und sich außerhalb des Stadtparlaments stärker zu Wort melden.

In der Mitgliederversammlung haben Langens Grüne einen neuen Vorstand für den Ortsverband gewählt. Dessen bisheriger Sprecher Jens Duffner war nicht mehr angetreten. Er bildet mit Martina Dröll wieder die gemeinsame Fraktionsspitze in der Stadtverordnetenversammlung. Neuer Sprecher des Ortsverbands ist Berno Schäfer, der zuvor schon im Vorstand aktiv war. Klaus Göbel bleibt Kassierer. Komplettiert wird das Gremium durch Manuela Kaspari als neues Gesicht sowie Daniel Sommerlad und Dieter Bachmann, die in den Ämtern bestätigt wurden. Der ehemalige Stadtrat Frank Vocke unterstützt den Vorstand als assoziiertes Mitglied.

„Wir haben bewusst Personalüberschneidung zwischen Fraktion und Vorstand vermieden, damit die Partei als Ortsverband unabhängiger auftreten kann“, sagt Schäfer. „Zum einen können wir so Menschen ansprechen, die sich zwar für grüne Politik interessieren, aber nicht in die Details der Fraktionsarbeit einsteigen möchten. Zum anderen haben wir als Vorstand eine eigene Stimme in der politischen Diskussion, mit der wir uns künftig häufiger zu Wort melden werden.“ Regelmäßige Veranstaltungen und Gesprächsangebote sowie eine stärkere Präsenz in der Bevölkerung seien wichtige Aufgaben, an die man sich jetzt konkret machen werde. Schäfer: „Wir müssen auch zwischen Wahlterminen für die Bürger ansprechbar sein, das ist die Erfahrung aus den Wahlständen. Eine Fraktion, die in das Tagesgeschäft eingespannt ist, kann das nicht auch noch schultern.“

Alles zur Kommunalpolitik in Langen

Inhaltliche Schwerpunkte einer künftigen, konstruktiven Oppositions- und Fraktionsarbeit habe man schnell gefunden, so Fraktionssprecher Duffner. „Die Haushaltskonsolidierung steht vorne an, die aktuellen Projekte der Stadtentwicklung wie die Liebigstraße oder die Bahnstraße müssen vorangetrieben und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts mit parlamentarischen Initiativen begleitet werden.“ Ganz wichtig sei ferner die Betreuungssituation in den städtischen Kindertagesstätten. Hier müsse man bei der Schaffung neuer Plätze und der Rekrutierung von Erziehungspersonal an Tempo zulegen. „Wir haben den Vorteil, dass wir von unseren Positionen der vorigen Legislaturperiode nichts zurücknehmen müssen. Die neue bürgerliche Mehrheit muss aber gerade bei den Kitas beweisen, was sie bewegen kann – sie steht bei ihren Wählern im Wort. Viele Initiativen, die mehr Plätze schaffen, hat sie in der Vergangenheit abgelehnt. Auf den Spagat bin ich gespannt“, so Duffner. „Wir werden uns jedenfalls nicht in die Neinsager-Ecke zurückziehen.“ (hob)

Die Grünen: Das wurde aus den Gründungsmitgliedern

Mehr zum Thema

Kommentare