Kathrin Sachse

Die Fotografin als Malerin

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Seit ihrem 14. Lebensjahr hält Kathrin Sachse (links) die Augen nach Fotomotiven offen. Ihre aktuelle Ausstellung im ZenJA zeigt Verborgenes und Unentdecktes, Vergängliches und Unperfektes. Zur Vernissage setzte Sängerin Leonie Jakobi musikalische Akzente.

Langen - Kathrin Sachse liebt die Fotografie, seitdem sie sich im Alter von 14 Jahren eine Spiegelreflexkamera leistete. Inzwischen, 30 Jahre später, ist die Fotografie eine, wenn nicht die wichtigste Ausdrucksform in ihrem Leben.

Im Zentrum für Jung und Alt (ZenJA) zeigt die selbstständige Mediengestalterin aus Dreieich aktuell ihre Ausstellung „Der Fotograf als Maler“. Zu sehen ist sie noch bis Anfang September. Kathrin Sachse lässt regelmäßig ihren Alltag hinter sich und geht mit ihrer Kamera auf Fotopirsch. Inzwischen ist es nicht mehr die EXA 1c, die sie mit 14 Jahren in den Händen hielt. Allerdings verwahrt sie die auch nach drei Jahrzehnten noch wie einen Schatz. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet ist die Fotografin anzutreffen, „immer offenen Auges, um Momente der Vergänglichkeit zu entreißen“, wie sie es formuliert. In der aktuellen Ausstellung legt sie den Schwerpunkt ihres künstlerischen Ausdrucks auf abstrakte Fotografie, die weit über die bloße Abbildung der Wirklichkeit hinausgeht. Ihre Leidenschaft ist es, besonders „Verborgenes und Unentdecktes, Vergängliches und Unperfektes einzufangen und durch die Komposition des Bildes zu einem Gemälde zu formen“.

„Der Fotograf als Maler“ – dieser Titel spiegelt wider, dass Kathrin Sachse mehr wiedergibt als die Wirklichkeit. Bei ihren Streifzügen entstehen Bilder, die eher mit der Malerei zu tun haben denn mit der Fotografie, wie man sie sonst kennt. Im Zuge der Vernissage stellte die Künstlerin ihre Werke jüngst mehr als 30 interessierten Besuchern vor. Ihre Weggefährtin Claudia Röring führte mit ihrer Rede in die Hintergründe der Schau ein. Musikalische Akzente setzte darüber hinaus Leonie Jakobi, die als Sängerin der Dreieicher Band Schlüsselkind weit herumkommt. Die Ausstellung im ZenJA, Zimmerstraße 3, zeigt ausgewählte Einzelbilder und Trilogien aus der Serie „Abstraktion des Zerfalls“, Ausschnitte aus dem aktuellen Fotokunst-Kalender sowie interaktive Fotokunst, die zum Verwandeln einlädt. Zu sehen sind Sachses Fotos bis Sonntag, 2. September, während der Öffnungszeiten des Mehrgenerationenhauses, Zimmerstraße 3, täglich von 9.30 bis 17.30 Uhr. (cor)

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