„Es gab immer viel zu gestalten“

Sabine Eberle verlässt Gemeinde St. Jakobus

+
Sie sagt Lebwohl: Sabine Eberle wird morgen beim Gottesdienst in der Kirche St. Albertus Magnus verabschiedet.

Langen - „Es ist ein guter Zeitpunkt zu gehen und Veränderung tut beiden Seiten hin und wieder gut“, so beschreibt Sabine Eberle die Situation kurz vor ihrem Abschied aus Langen. Denn die Gemeindereferentin von St. Jakobus wird die Gemeinde nach 14 Jahren in Richtung Bensheim verlassen. Von Daniel Untch 

An ihre Jahre in der Langener Gemeinde wird sie dabei stets mit Freude zurückdenken. „Ich habe hier immer viel Wertschätzung erfahren, was nicht selbstverständlich ist“, so Eberle. Die Aufgaben, die sie in der Gemeinde wahrgenommen hat, sind äußerst unterschiedlich. Sie reichen vom Beerdigungsdienst über den Religionsunterricht in der Grundschule bis hin zur Vorbereitung auf die Erstkommunion. „Die Aufgabe in der Grundschule fand ich immer sehr schön“, sagt Eberle und ergänzt: „Die Neugier der Kinder, auch derjenigen, die von Haus aus weniger mit der Kirche zu tun haben, ist toll. Denn Kinder sind offen und lassen sich von den Geschichten berühren.“ Zudem bereite es Freude, die Entwicklung der Schüler über vier Jahre mitzuerleben.

Das Foto zeigt die langjährige katholische Gemeindereferentin im Jahr 2003 bei der ersten Erstkommunion, die sie in Langen begleitet hat.

Ein weiterer Höhepunkt sei ein Empfang bei Bundeskanzlerin Angela Merkel gewesen. „Mit einer Delegation unserer Sternsinger haben wir das Bistum beim Empfang der Bundeskanzlerin vertreten, das war schon sehr aufregend“, erinnert sich Eberle. Ebenso positiv in Erinnerung bleibt der Weltjugendtag 2005 in Köln. Auf die Fusion der Langener Gemeinden zu St. Jakobus blickt die Gemeindereferentin ebenfalls gerne zurück. „Das war viel Arbeit, aber auch ein sehr spannendes Projekt“, erinnert sie sich. Vor dem Beerdigungsdienst habe sie zunächst sehr großen Respekt gehabt, berichtet sie: „Mit Mitte 20 war das für mich zunächst unvorstellbar, als Pfarrer Döll mich gefragt hat, ob ich mir das vorstellen könnte.“ Nach einiger Zeit änderte sich dies und Eberle betätigte sich auch in diesem Aufgabengebiet.

Ein weiteres Projekt, welches ihr persönlich sehr am Herzen liegt, sind die Bergexerzitien. „Dabei wandern wir fünf Tage lang von Hütte zu Hütte, begleitet von einem Pfarrer und religiösen Impulsen“, erklärt sie das Konzept und ergänzt: „Das Wandern in den Bergen verändert einen, schließlich hat jeder nicht nur den Rucksack auf dem Rücken, sondern auch den seelischen Rucksack dabei.“ Zur Teilnahme an den jährlichen Bergexerzitien sind die Langener auch nach Eberles Weggang herzlich eingeladen. „Ich werde das Angebot auch in Bensheim aufrechterhalten“, lässt sie bereits durchblicken.

An ihrer neuen Wirkungsstätte im Pfarreienverbund Bensheim erwarten Eberle drei Gemeinden. „Es ist eine tolle Stadt und eine attraktive Stelle, zudem bin ich näher an meiner Familie“, erklärt die Gemeindereferentin. Zu Beginn ihrer Tätigkeit in Langen habe Pfarrer Döll einen Wechsel nach etwa zehn Jahren empfohlen, nun sind es ein paar mehr geworden, denn es gab immer viel zu gestalten. „Es gibt zwar auch heute noch in Langen immer Neues zu tun und zu entdecken, aber im Großen und Ganzen ist das Feld bestellt“, schildert Eberle die Lage. Ihre Stelle wird zunächst einmal vakant bleiben. „Wir hoffen aber, dass wir schnell jemanden finden, sodass die Stelle nicht erst zum nächsten Sommer neu besetzt wird“, erklärt sie.

Kommunion und Konfirmation: Bilder aus der Region

Was sie an Langen am meisten vermissen wird, ist für Eberle klar: „Die vielen tollen Menschen, mit denen ich hier über Jahre zusammengearbeitet habe, werden mir fehlen.“ Verabschiedet wird Sabine Eberle am morgigen Sonntag um zehn Uhr, anschließend sind alle zu einem kleinen Umtrunk eingeladen.

Kommentare