Leichenfund in Oberlinden: Noch viele Fragen

19-jährige Frau erstickt, Mann starb an Überdosis

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Nach dem Fund zweier Leichen in einem Haus im Langener Wohngebiet Oberlinden sicherten Spezialisten bis in die Nachtstunden hinein die Spuren.

Langen - Der Fund zweier Leichen in der Straße Im Ginsterbusch wirft weiterhin viele Fragen auf. Zwar geben die vorläufigen Ergebnisse der Obduktionen nun Aufschlüsse über die genauen Todesursachen, doch nicht über den Hergang und damit die Frage, ob die junge Frau Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Von Markus Schaible

Gefunden worden waren die beiden Toten vor gut einer Woche in einer Wohnung im ersten Stock des Mehrfamilienhauses in der Nähe der Kita „Im Grünen“ und der Albert-Schweitzer-Schule. Laut einer kurzen Mitteilung der Staatsanwaltschaft von heute handelt es sich bei der Frau um eine 19 Jahre alte Rumänin aus Darmstadt. Diese kam nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis durch Fremdverschulden (Ersticken) zu Tode. Nicht gesagt werden könne derzeit aber, ob es sich dabei um eine vorsätzliche Handlung oder einen Unfall handelte. Dies müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.

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Das Alter des Langeners, der ebenfalls tot in der Wohnung lag, hat die Staatsanwaltschaft mittlerweile von 35 auf 34 Jahre korrigiert. Er starb nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis und weiteren Indizien an einer Überdosis an Betäubungsmitteln. Was sich genau in der Wohnung abgespielt hat, sei noch nicht aufgeklärt, so die Staatsanwaltschaft. Bislang lägen aber keine Hinweise auf die Beteiligung einer dritten Person vor. Weitere Auskünfte erteilt die Behörde derzeit nicht.

Zeugen hatten nach dem Leichenfund berichtet, dass die Wohnung von einem Paar mit Kindern (etwa zwei und sechs Jahre) bewohnt worden war. Offenbar hatte sich die Frau aber vor einiger Zeit von dem Mann, der bei einem Sicherheitsdienst gearbeitet haben und seit Langem drogenabhängig gewesen sein soll, getrennt.

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