Letzter Teil der Sanierung in der Altstadt

Neues Bett für den Bach

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Seit 2011 wird das Sterzbachbett in der Altstadt Stück für Stück saniert, in der kommenden Woche starten die Arbeiten am letzten Abschnitt nahe dem Stumpfen Turm.

Langen - Er durchquert einen großen Teil der Stadt – die meiste Zeit aber unter der Erde: der Sterzbach. Nur in der Altstadt plätschert er oberirdisch, eingezwängt in ein enges, künstliches Bett.

Dieses haben die Kommunalen Betriebe in den vergangenen Jahren sukzessive sanieren lassen; jetzt ist der letzte Teil an der Reihe. Die Sterzbachsanierung in der Altstadt geht in die Endrunde: Vom Dienstag, 4. Oktober, an wird eine Fachfirma im Auftrag der Kommunalen Betriebe auf einer Länge von etwa 60 Metern den letzten Abschnitt erneuern. Er beginnt an der Bachgasse in Höhe Hausnummer 6 und endet kurz vor dem Stumpfen Turm. Die Arbeiten werden nach Angaben der Stadtverwaltung einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen, die Kosten werden auf rund 80.000 Euro taxiert. Punktuell werden zudem Schäden am parallel verlaufenden Mischwasserkanal behoben.

Der Sterzbach ist Langens historische Wasserader (verantwortlich für den Beinamen Sterzbachstadt) und trägt mit seinem offenen Bett zum Flair der Altstadt bei. Entlang der Bachgasse waren aber sowohl die Sohle als auch die Einfassungsmauern nicht mehr in Ordnung. Um die Anwohner vor feuchten Kellern und nassen Wänden zu schützen und eine Ausbreitung der Schäden zu verhindern, haben die Kommunalen Betriebe ein Sanierungsprogramm aufgelegt, das seit 2011 Abschnitt für Abschnitt läuft. Wenn demnächst das letzte Stück erledigt ist, hat die Stadt Langen insgesamt schätzungsweise 300.000 Euro in die Sanierung investiert.

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Auch jetzt muss das Sterzbachwasser wieder für die Dauer der Arbeiten in die Kanalisation umgeleitet werden. Das geschieht bereits unterhalb des Schwimmbades und hält – außer bei Regen – das Bachbett trocken, das dann instand gesetzt werden kann. Der alte Beton ist nicht mehr dicht. Dadurch besteht vor allem bei Starkregen die Gefahr, dass Wasser in anliegende Kellerräume dringt. Ein neuer Belag beugt dieser Gefahr vor. Abgetragen wird zudem die Sandsteineinfassung, die ebenfalls in keinem guten Zustand mehr ist. Die Fugen sind schadhaft und einzelne Steine drohen herauszubrechen. Neu gemauert wird mit dem gleichen Material, um das gewohnte und zur Altstadt passende Bild zu erhalten. Fehler der Vergangenheitwollen die Sanierer dabei nicht wiederholen: In früheren Jahrzehnten wurde mit Zement geflickt, der den Sandstein dann überdeckt hat. ble

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