Alle Fraktionen stimmen mit der CDU

ÖPNV-Anbindung: Der direkte Weg zum See ist weit

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Langen - Es wird nicht einfach: Da zwischen Langen und dem Waldsee nur noch ein schmaler Waldweg als einigermaßen direkte Verbindung besteht, ist eine ÖPNV-Anbindung an das Strandbad nur schwer umsetzbar. Von Markus Schaible 

Dennoch wollen die Kommunalpolitiker über alle Fraktionsgrenzen hinweg, dass dies geprüft wird. Bus, Bimmelbahn oder Fahrrad-Rikscha – völlig egal, Hauptsache direkt von Langen zum Strandbad: Mit diesem Motto hatte die CDU einen von vielen Langenern geäußerten Wunsch wieder einmal auf Tableau der Kommunalpolitik gebracht. Damit stößt die Union auf einhellige Zustimmung. Dass dies aber nicht bedeutet, dass eine solche ÖPNV-Anbindung auch zwangsläufig kommt, wurde im Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr deutlich. Die örtlichen Gegebenheiten sind nun mal nicht wegzudiskutieren. Zudem haben viele Beteiligte ein Wörtchen mitzureden.

„Wir müssen uns auf lange Verhandlungen einstellen“, machte der zuständige städtische Fachbereichsleiter Carsten Weise klar. „Da bekommen wir keine Regelung über Nacht hin“ – und vielleicht nicht mal über einen oder zwei Sommer. Hessen Forst, das Regierungspräsidium und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sind nur einige, die mit ins Boot geholt werden müssen. Weise: „Das sind viele Beteiligte, da müssen wir sehr hartnäckig sein.“ „Das schulden wir unseren Bürgern“, gab Dr. Andreas Keppeler (CDU) die Marschrichtung vor. Einstimmig gab der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung die Empfehlung, den Magistrat mit solchen Verhandlungen zu beauftragen. Ein anderes Ärgernis möchten die Grünen abstellen: Sie wollen Fahrzeuge und Anhänger, die ausschließlich als Werbeflächen dienen und zu Marketingzwecken gerne an exponierten Stellen geparkt werden, aus dem öffentlichen Verkehrsraum verbannen. Dafür solle die entsprechende städtische Satzung geändert werden.

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Auch das ist überaus schwierig, erfuhren die Politiker von der Verwaltung. Zwar bekämen die Fahrzeughalter, wenn ein Auto oder Anhänger mehr als zwei Wochen am gleichen Ort parkt, ein Ordnungsgeld aufgebrummt, so Weise. Generell verbannen könne man aber nur Fahrzeuge, die ausschließlich Werbezwecken dienen und nicht anders genutzt werden können. Sobald aber die theoretische Möglichkeit besteht, damit irgendetwas zu transportieren, habe die Stadt keine Handhabe. Es gebe zahlreiche Gerichtsurteile, die dies regelten. Daran ändere auch eine Satzungsänderung nichts. Und Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne) präzisierte: „Natürlich steht es uns frei, die Satzung entsprechend zu ändern, nur fallen wir dann vor Gericht hinten runter.“

Die Mehrheit des Ausschusses möchte aber ein Zeichen setzen. So stimmten CDU und SPD dem Antrag zu, der nun noch in die Stadtverordnetenversammlung muss.

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