Die Rätsel-Königin der Langener Zeitung

Tina Grätsch Siegerin des großen Hessenquiz

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Nicht nur dank Schemelchen auf Augenhöhe: Am Quiz-Pult des hr machte Tina Grätsch eine gute Figur, punktete mit Wissen, Witz und bester Joker-Taktik siegbringend.

Langen - Medienpartner des großen „Hessenquiz“ des hr-Fernsehens ist unsere Zeitungsgruppe schon lange – und nun ziert sogar eine Siegertrophäe der beliebten Rateshow unsere heiligen Hallen in der Bahnstraße 11. „Schuld“ daran ist Medienberaterin Tina Grätsch. Von Holger Borchard 

Die 43-Jährige aus Langen machte es bei Quizmaster Jörg Bombach wie weiland Julius Cäsar: Sie kam, sah und siegte. „Das grandiose Finale haben sie rausgeschnitten“, erzählt unsere Siegerin glucksend. Gestern Abend war es im dritten hessischen Fernsehprogramm zu sehen, wie Grätsch mit Wissen, Glück und Geschick drei Konkurrenten in den drei Spielrunden rund um unser Bundesland hinter sich ließ. „Als ich realisiert habe, dass ich wahrhaftig gewonnen habe, wollte ich mich zu meiner verbliebenen Konkurrentin rüberbeugen. Dabei hat es mich glatt vom Schemelchen und der Länge nach auf die Nase gehauen“, schildert Grätsch, was gestern natürlich nicht zu sehen war. „Das Podest hatte man mir untergeschoben, weil ich die Kleinste in unserem Quartett war, aber für die Fernsehaufzeichnung alle Kandidaten in etwa auf gleicher Augenhöhe sein sollten. Die haben mich vorher extra noch gewarnt, ich solle aufpassen, aber da hab’ ich im Siegestaumel kein bisschen mehr dran gedacht.“ Also kam’s, wie es beim Fernsehen kommen muss: Schnitt – Wiederholung – alles auf Anfang! „Wir haben die komplette Schluss-Sequenz noch mal nachgedreht“, verrät Grätsch grinsend.

Da passt es nur ins Bild, dass der große TV-Auftritt die zweifache Mutter alles andere als geplant heimsuchte. „Da steckt meine Tochter Alina dahinter. Sie hatte mich im Rahmen eines Schulbesuchs hinter den Kulissen des Hessischen Rundfunks angemeldet. So kam ich zum Casting, erst am Telefon, später direkt beim hr. Und weil ich das alles überlebt habe, stand ich irgendwann vor Jörg Bombach.“ Der hr-Moderator sei ein ganz Sympathischer, findet Grätsch – „wir haben vor der finalen Aufzeichnung abseits der Kulissen ein Zigarettchen zusammen geraucht und locker über Gott und die Welt geplaudert“, erzählt sie.

Dass unsere Kollegin letztlich als Siegerin aus dem großen Hessenquiz hervorging und zur Belohnung im Sommer auf Ostsee-Kreuzfahrt gehen darf, sei nicht zuletzt dem Umstand geschuldet gewesen, „dass meine Konkurrenten sich mehr oder minder gewaltig verzockt haben“, kommentiert Grätsch bescheiden. Zwei Herren der Schöpfung aus Eschwege und Löhneberg sowie eine Dame aus Darmstadt-Griesheim waren ihre Gegner; das Finale letztlich reine Frauensache, zumal die Männer in vermeintlichen Domänen wie Fußballfragen haarsträubend patzten. Tina Grätsch punktete zum Beispiel mit dem Wissen, welchen Gebirgsnamen es gleich zweimal in Hessen gibt (nämlich den „Pferdskopf“ in der Rhön und im Taunus), war hyper-schnell beim Erkennen des gesummten Abba-Songs „Super Trouper“ und leistete sich dafür einen Aussetzer beim „Vergissmeinnicht“-Filmchen.

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Unter dem Strich brachten ihr die Zusatzjoker entscheidenden Vorteil, weil jene bei der Konkurrenz überwiegend nach hinten losgingen. „Das wäre mir auch passiert, wenn ich zum Beispiel meiner Publikumsjokerin vertraut und deren Antwort übernommen hätte“, erzählt Grätsch. Sie schwenkte um auf eine andere der insgesamt vier Antwortmöglichkeiten – und lag goldrichtig. Abgesehen davon wusste unsere Kollegin mit sympathisch-aufgeschlossenem Wesen, lockerer Rede und einer lustigen Geschichte zu punkten. Ohne Letztere nämlich lässt Jörg Bombach keinen seiner Quiz-Kandidaten ziehen. Grätsch schilderte, wie sie dereinst im Türkei-Urlaub vor lauter Begeisterung über ein Handtaschen-Blender-Schnäppchen glatt den Sohnemann in der Babytrage im Laden „vergaß“ – natürlich mit lustigem, gutem Ende: „Als ich zurückgehetzt kam, hatte eine lachende Verkäuferin meinen Sohn schon auf dem Arm...“

Ja, so ist sie halt – den Shopping-Glanz in Grätschs Augen kennen Freunde und Kollegen nur zu gut. Inzwischen ziert die Hessenquiz-Siegertrophäe ihren Schreibtisch – die Aufzeichnung der Sendung ist ja schon eine Weile her – und macht uns Kollegen mehr oder minder neidisch. Vielleicht sollten wir’s auch mal bei Bombi probieren? Aus Langen zu kommen scheint jedenfalls eine glänzende Voraussetzung zu sein. Immerhin hat unsere Stadt in Person des Ehepaars Steffen und Sandra Held in jüngerer Vergangenheit zwei weitere Hessenquiz-Gewinner gestellt. Klarer Fall: Geht’s gegen Langener, muss die landesweite Konkurrenz sich warm anziehen.

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