Erst tote Leitung, dann neue Nummer

Seniorenhilfe: Telefonärger geht weiter

Langen - Seit fast zwei Wochen hat die Seniorenhilfe (SHL), wie berichtet, eine tote Telefonleitung. Das Büro des gemeinnützigen Vereins war weder zu erreichen, noch konnten die ehrenamtlichen Helfer hinaustelefonieren.

Für den Ausfall ist laut des Vereinsvorsitzenden Bernhard Knerr ein Anbieterwechsel verantwortlich. Dafür hatte man sich im Zuge der Umstellung von analoger auf die sogenannte IP-Technik entschieden. Gestern Mittag konnte Knerr vom vereinseigenen Apparat aus verkünden: „Wir sind wieder telefonisch erreichbar.“ Damit sind die Ärgernisse, die den Telefonanbieterwechsel begleiten, aber noch nicht zu Ende. „Wir haben jetzt eine neue Nummer“, beklagt der Vorsitzende. Und das, obwohl die Möglichkeit, die angestammte Rufnummer 22504 zu behalten, einer der Gründe war, weshalb sich der Verein für den neuen Anbieter entschieden hatte. Die bisherige Nummer „sei schön kurz und für ältere Menschen gut zu merken“, sagt Knerr. Die Mitnahme war beim Anbieter beantragt, konnte aber nicht in Gang gesetzt werden. Sofort habe der Verein vor vier Wochen schriftlich reklamiert, gebracht habe es nichts. „Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir gar nicht erst unseren Anbieter gewechselt“, resümiert Knerr.

Fakt ist daher: Die Seniorenhilfe ist vorerst – für etwa zwei Wochen – unter s 9888 689 zu erreichen. Was den Vorsitzenden am meisten ärgert, ist, dass es keine entsprechende Ansage an der angestammten Nummer gebe. „Die Anrufer erreichen uns nicht, sie hören weder ein Besetztzeichen noch eine Ansage und probieren es einfach immer wieder.“ Der Verein hat nun zusätzlich eine externe Firma eingeschaltet und hofft, dass er bald wieder wie gewohnt erreichbar ist. „Unsere Nummer ist etabliert, wird sind darauf angewiesen“, so Knerr. (jrd)

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