Weit weg vom Nirgendwo

Stadthalle will weiter Kultur mit Niveau bieten

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Stars auf der Stadthallenbühne: Katharina Thalbach (rechts) und Markus Völlenklee sind im Dezember mit „Der Raub der Sabinerinnen“ im Rahmen der Boulevard-Reihe zu sehen.

Langen - Die Kultur hat es in finanziell schwierigen Zeiten meist besonders schwer. Für Politiker ist es einfach, in diesem Bereich Kürzungen vorzunehmen. Für das Team der Stadthalle also keine leichte Aufgabe, ein hochwertiges Programm auf die Beine zu stellen. Von Markus Schaible 

Dennoch ist es für die kommende Spielzeit wieder gelungen. „Wir versuchen, Niveau und Anspruch zu halten“, sagt Joachim Kolbe, der unter anderem für den Kulturbetrieb zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus. Und das nicht nur, um dem Publikum in der Stadthalle Belustigung zu bieten. Denn: „Natürlich müssen wir in Bildung, also vor allem in Kindergärten und Schulen, investieren. Aber diese Bildung führt ins Nirgendwo, wenn wir keine Kultur mehr vor Ort anbieten können.“ Und so gehe es in dem Programm, das er gemeinsam mit seinem Team Jahr für Jahr zusammenstellt, nicht nur „um die Ablenkung vom Wesentlichen“ – vielmehr solle das, was da auf der Bühne geboten wird, „manchmal auch auf das Wesentliche hinführen“. Sprich: Kultur mit Anspruch, die zum Nachdenken anregt.

Das kommt an: Die Platzauslastung bei den Veranstaltungen der drei Abo-Reihen liegt zwischen 82 und 83 Prozent. „Das ist ein guter Wert, lässt aber Luft nach oben“, gibt Kolbe die Marschrichtung vor, die kein Ausruhen auf den Lorbeeren erlaubt. Trotz der vielen Zuschauer bleibt das Kulturprogramm ein Zuschussgeschäft. Erreicht werde eine Vollkostendeckung von rund 50 Prozent, so der Fachbereichsleiter. Wobei er relativiert: Verglichen mit der Art, wie etwa in Rödermark oder Dreieich gerechnet werde, liege die Stadthalle bei 85 Prozent.

Für die kommende Saison versprechen Kolbe und Programmmacher Christian Staubach wieder namhafte Regisseure und Schauspieler, die Ensembles renommierter Häuser und schlagfertige Kabarettisten. In den drei angebotenen Abo-Reihen (Stadt. Theater.Langen, Boulevard. Langen und LKA – Langener Kabarett Abo) gehe es anspruchsvoll, ernst, musikalisch, abwechslungsreich, und heiter zu. Einen umfassenden Überblick vermittelt der Theaterbrief, der gerade druckfrisch vorliegt. Die Abo-Preise für sämtliche Aufführungen der Reihen Stadt.Theater.Langen und Boulevard.Langen liegen jeweils zwischen 75 und 93 Euro. Das Kabarett-Abo für 90 Euro ermöglicht den Besuch von sechs der angebotenen acht Darbietungen.

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Die Abos sind (auch beim Kabarett) gegenüber dem Freiverkauf um 25 Prozent günstiger und bieten bei allen Abenden den gleichen Platz. Außerdem sind Wahlabonnements möglich. Dabei kann man sich – bei variablen Sitzplätzen – sechs Stücke aus den insgesamt zwölf Aufführungen von Stadt. Theater und Boulevard aussuchen. Als Bonus gibt es bei sämtlichen Abos einen Gratisgutschein für zwei Tickets zum Preis von einem für ausgewählte Veranstaltungen.

Der Theaterbrief ist erhältlich in der Stadthalle, im Rathaus, bei den Mister-Travel-Reisebüros in Langen und Egelsbach, im Buchladen am Lutherplatz und in anderen lokalen Einrichtungen. Der Einzelkartenverkauf beginnt am 29. August. Abo-Bestellungen sind bereits jetzt und bis spätestens 15. August schriftlich beim Fachdienst Kultur und Sport möglich; ein entsprechendes Formular liegt dem Theaterbrief bei. Weitere Informationen unter Tel.: 06103/203-434 oder per E-Mail: rheliosch@langen.de. Wir werden alle drei Reihen in den kommenden Tagen noch ausführlich vorstellen. Weitere Infos:  www.neue-stadthalle-langen.de.

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