Quirliger Spatenstich

Startschuss für Kita-Bau am Belzborn

+
Mit Helmen und Kinderspaten haben die Kita-Kinder des provisorischen Hauses Büllerbü gestern das Startsignal für den Bau der Kita Belzborn gegeben. Der neue Standort wird gut ein Drittel mehr Plätze aufweisen – zu einem großen Anteil auch für U3-Kinder.  

Langen - Bagger und Sandkästen stehen bei Kindern ja stets hoch im Kurs. Die Mädchen und Jungen der Kita „Haus Büllerbü“ kamen nun in den Genuss, in Baustellen-Atmosphäre selbst Erde zu schippen.

Den ersten Spatenstich ihrer künftigen Kita vollführten die Kleinen kurzerhand selbst. Die Kita Belzborn soll nach Angaben der Stadt binnen eines Jahres fertig werden. Von strahlenden Kinderaugen begleitet und geprägt von der Freude über einen weiteren wichtigen Baustein für die Betreuung des Langener Nachwuchses ist am Montagmorgen der Startschuss zum Bau der Kita Belzborn gefallen. Bürgermeister Frieder Gebhardt und Erster Stadtrat Stefan Löbig sprachen beim Spatenstich von einem Projekt, das einen Beitrag leiste, um die große Nachfrage nach Betreuungsplätzen in der Stadt zu lindern und die Qualität der pädagogischen Arbeit der Erzieher sicherzustellen. Zugleich würden Räume geschaffen, die für die Bedürfnisse der Kinder maßgeschneidert seien.

Ursprünglich für den Bau der künftigen Einrichtung ist der Umstand, dass die als Übergangslösung konzipierte Kita „Haus Bullerbü“ auf dem Gelände der ehemaligen Straßenmeisterei an der Darmstädter Straße der Erweiterung der Feuerwehr und dem künftigen Betriebshof der Kommunalen Betriebe weichen muss. Der neue Standort ist ein rund 2 700 Quadratmeter großes Gelände an der Südostecke des Neubaugebiets Belzborn. Es liegt schräg gegenüber den jetzt für die Kinderbetreuung genutzten Reihenhäusern.

Entstehen wird nach den Plänen des Architektenbüros sdks aus Darmstadt ein zweigeschossiges Gebäude mit Zu- und Abfahrt über die Egelsbacher Straße. Die neue Kita gewährleistet eine ganztägige Betreuung für 93 Kinder in fünf Gruppen, zwei davon für unter Dreijährige. Im jetzigen Bullerbü-Haus ist Platz für 60 Kinder. Es gibt dort weder eine komplette Ganztagsbetreuung noch U3-Gruppen. Durch die deutliche Verbesserung des Angebots müssen nach Angaben von Bürgermeister Gebhardt zehn zusätzliche Erzieher eingestellt werden. Die Rekrutierung von neuem Personal gestaltet sich – wie vielfach berichtet – als schwierig.

In der neuen Kita wird das Erdgeschoss für die größeren Kinder reserviert sein, die kleineren belegen das Obergeschoss, das bei Bedarf auch über einen behindertengerechten Lift erreichbar ist und über eine Dachterrasse zum Spielen verfügt. Zur Darmstädter Straße hin liegen Mehrzweckräume, um die Gruppen- und Schlafbereiche vom Autolärm abzuschirmen.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Wie bei der neuen Kita an der Zimmerstraße verzichtet die Stadt auch bei dem aktuellen Projekt auf die Anwendung der strengen Passivhausregeln. Denn durch den Bewegungsdrang der Kinder ist es nicht möglich, Außentüren und Fenster dauerhaft geschlossen zu halten. So würden Wärmeverluste entstehen, die von der Haustechnik nicht oder nur mit erhöhtem Aufwand ausgeglichen werden könnten. Gleichwohl werden durch die Planung mit Passivhauskomponenten erhöhte energetische Standards umgesetzt. Die Kosten liegen bei 3,9 Millionen Euro. Einweihung soll in etwa einem Jahr gefeiert werden.

cor

Kommentare