Waldsee-Haie haben Sorgen

Triathlon-Team mit Verletzungsproblemen

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Fünf Haie für den Ironman (von links): Stefan Schubert, Anne Baumgarten, Simon Müller, Rüdiger Bobsin und Christoph Oldenburg wollen am Sonntag das Ziel auf dem Frankfurter Römerberg erreichen.  

Langen -  Der Wille, das Ziel am Frankfurter Römer zu erreichen, ist da. Jetzt muss nur noch der Körper mitspielen. Aber genau da sieht es beim Team der Waldsee-Haie dieses Jahr gar nicht so gut aus: Verletzungssorgen plagen einige der Athleten. Von Markus Schaible 

Wenn am Sonntag, 3. Juli, ab 6.40 Uhr die Amateure beim Ironman zum Schwimmen in den Waldsee steigen, ist eine fünfköpfige Mannschaft der Bäder- und Hallenmanagement Langen GmbH (die das Strandbad betreibt) mit von der Partie: Anne Baumgarten, Rüdiger Bobsin, Simon Müller, Christoph Oldenburg und Stefan Schubert sind dabei allesamt „Wiederholungstäter“. Anne Baumgarten (37) hat schon an diversen Wettkämpfen teilgenommen und sich beispielsweise für die 70.3 Weltmeisterschaft in Clearwater, Florida, qualifiziert. 2009 ging sie erstmals bei den Ironman-Europameisterschaften an den Start. Doch ihr fünfter Start in Frankfurt dürfte auch der letzte sein: „Nachdem ich jetzt eine Diagnose zu meinen Verletzungsproblemen habe, richte ich mich darauf ein, den Marathon nur zu gehen.“ Absagen komme aber nicht in Frage.

Rüdiger Bobsin (53) hat ebenfalls schon fünf Ironman-Starts hinter sich. Doch nach mehreren Ausdauerdreikämpfen machte ihm die Hüfte zu schaffen. Es folgte eine Operation und der Rat einer Ärztin: „Mache am besten das, was dir Spaß macht, damit fährst du am besten.“ In diesem Sinne möchte er gesund und munter ins Ziel kommen. Dass die gerade erst verheilte Achillessehnenreizung nicht wieder ausbricht, hofft Simon Müller (48). Der Rechtsanwalt ist schon zum achten Mal dabei. Die oft gestellte Sinnfrage, sich die insgesamt 226 Kilometer lange Tortur anzutun, beantwortet er mit den Worten des chinesischen Philosophen Konfuzius: „Der Weg ist das Ziel.“

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Für Christoph Oldenburg (51) ist es bereits der zwölfte Ironman-Start; neben Frankfurt absolvierte er unter anderem den schwierigen Triathlon auf Lanzarote. Wenn er ins Ziel kommt und das Dutzend voll macht, ist er im Pool für die Verlosung von etwa 100 Startplätzen bei der Weltmeisterschaft auf Hawaii, die unabhängig von der Wettkampfzeit vergeben werden – und genau das ist das Ziel des Egelsbachers. Eine „einmalige Sache“ sollte der Start 2014 für Stefan Schubert (48) sein. Seine relativ schlechte Zeit hatte die erneute Teilnahme vergangenes Jahr zur Folge – und bei der Hitzeschlacht war er noch langsamer. Nun also folgt der dritte Streich.

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