Automaten-Bereich bleibt auch künftig zugänglich

Volksbank-Filiale macht zu: Tage im Wernerpark gezählt

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Der Abschied steht bevor. Das Bild zeigt Christian Mazzeo, Filialleiter Langen/Egelsbach, und Kundenberaterin Sabine Thiem.

Langen - Zum Ende des Monats schließt die Volksbank Dreieich ihre Filiale im Wernerpark. Erhalten bleibt aber der SB-Bereich mit Überweisungs- und Bargeldterminals. Die dort bis dahin beschäftigten drei Mitarbeiter wechseln in die Hauptfiliale in der Bahnstraße. Dort sollen durch die Schließung Kapazitäten für erweiterte Beratungszeiten geschaffen werden. Von Cora Werwitzke

Ein Einfahrt-Verbotsschild prangt auf der Tür zur Volksbank-Filiale im Wernerpark an der Mörfelder Landstraße. Kunden müssen zwar nicht fürchten, gegen die Einbahnstraßen-Richtung zu laufen, werden so aber wirkungsvoll darauf aufmerksam gemacht, dass die Nebenstelle der Volksbank zum 1. September dicht gemacht wird. An die Automaten im SB-Bereich wird man aber auch weiterhin kommen. „Wir haben uns intensiv mit den Bedürfnissen unserer Kunden beschäftigt“, sagt Stephan M. Schader, Vorstandsvorsitzender der Volksbank. Befragungen und eine Analyse der Kundenfrequenz haben seinen Worten zufolge ergeben, dass immer mehr und immer flexiblere Beratungszeiten nachgefragt werden und der Zahlungsverkehr fast nur noch über Automaten abgewickelt wird. Kleine Filialen – im Wernerpark arbeiten drei Angestellte – können auf diesen Wandel schlecht reagieren. „Mit den Wochenstunden der Mitarbeiter können wir dort zum Beispiel nicht durchgehend über Mittag öffnen“, so Schader.

Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase suchen Kunden seinen Worten zufolge aber vermehrt Rat. „Dadurch, dass wir in der Hauptstelle die Beratung bündeln, sind wir dort dann zu den stark nachgefragten Tageszeiten über Mittag, am späten Nachmittag und Abend noch besser aufgestellt“, merkt der Vorstandschef an. Das Personal arbeite nach einem Schichtmodell, sodass auf Kundenwusch ein durchgehender Service von 8 bis 20 Uhr gewährleistet sei.

Der weit verbreiteten Bargeld-Sympathie ist es geschuldet, dass der Automaten-Bereich im Wernerpark bestehen bleiben soll. „Der Zugang zu Geld spielt hierzulande eine wichtige Rolle – und wir gehen davon aus, dass das trotz Kartenzahlung auch so bleibt“, sagt Schader. Dazu sind im Wernerpark allerdings Umbaumaßnahmen notwendig. „Wir sind mit dem Vermieter im Gespräch, den SB-Bereich zu verändern“, blickt Schader voraus. Hintergrund ist, dass die demnächst leer stehenden Räume wieder vermietet werden sollen, sie bisher aber über den Automatenbereich mit dem Eingang verbunden sind.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

Mit SB-Filialen ist die Volksbank ansonsten noch in Bahnhofsnähe in der Bahnstraße 123 sowie im Rewe Center in Egelsbach vertreten. Eine kleine „bemannte“ Filiale betreibt sie weiterhin in der Ernst-Ludwig-Straße in der Ortsmitte Egelsbachs. Nach den Angaben von Schader hat der Vorstand der Volksbank bei der Bargeldversorgung auch die Stadtentwicklung im Blick: „Perspektivisch wäre es beispielsweise denkbar, dass wir in Langen einen SB-Bereich im oder um das Fachmarktzentrum an der Pittlerstraße und auf der anderen Seite der Bahnlinie im Zuge des Wohnbauprojekts Liebigstraße installieren.“

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