Regionaltangente West wird ohne Langen geplant

Wenig Hoffnung auf Bahnanschluss

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Langen - Die Planung der Regionaltangente West (RTW) geht in eine entscheidende Phase, doch Langen wird (vorerst?) außen vor sein. Von Markus Schaible 

Die neue Bahnverbindung soll vom Kreis Offenbach bis in den Taunus reichen, dabei den Flughafen Frankfurt und Frankfurts Westen (unter anderem Höchst) anbinden. Als Endpunkte im Süden sind aktuell Neu-Isenburg und Dreieich-Buchschlag vorgesehen – sehr zur Verärgerung der politisch Handelnden in Langen. Sie hatten deshalb den Magistrat beauftragt, bei der RTW Planungsgesellschaft eine Verlängerung anzuregen – die Antwort kam nun allerdings von Erster Kreisbeigeordneter Claudia Jäger. Und sie ist wenig ermutigend.

In der Nutzen/Kosten-Rechnung (NKU) sei bereits im Jahr 2003 die Empfehlung gegeben worden, eine Verlängerung der in Buchschlag endenden Teillinie 2 nach Langen nicht weiter zu verfolgen. Und nur, wenn die NKU zu einem positiven Ergebnis komme, gebe es Bundeszuschüsse, ohne die das Projekt nicht zu realisieren sei. Nach aktuellem Stand solle noch in diesem Jahr die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens beantragt werden. „Dieses Ziel darf durch Modifikations- oder Ergänzungswünsche nicht in Frage gestellt werden“, teilt Jäger als für den Öffentlichen Personennahverkehr zuständige Dezernentin des Kreises mit.

Natürlich seien die am Projekt Beteiligten bereit, weitere Anschluss- und Verlängerungsoptionen prüfen zu lassen. Jäger: „Dies ist aber eher perspektivisch zu sehen.“ Und: Langen müsste die erforderlichen Untersuchungen aus eigener Tasche bezahlen. Eine Reihe von Faktoren müssten geprüft und bewertet werden, teilt Jäger mit. Nötig seien eine bautechnische Machbarkeitsstudie (Verfügbarkeit/Neubau von Gleisanlagen, Eignung vorhandener Brückenbauwerke, Situation an der Station Buchschlag – dort befindet sich ein denkmalgeschütztes ehemaliges Empfangsgebäude), eine Prüfung der Leistungsfähigkeit des Bahnübergangs Buchschlag, eine Fahrplanstudie und eine ergänzende NKU. Das alles würde mit etwa 80.000 Euro zu Buche schlagen.

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