ZenJA-Generationengarten im hr-Fernsehen

Hobbygärtner mit Gewinnerlächeln

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Alles andere als Routine: Am Drehtag besuchte hr-Reporterin Simone Kienast (Zweite von rechts) den Generationengarten am ZenJA. Zum Gruppenbild aufgestellt haben sich Besucherin Ingrid Alf, Helferin Monika Mietke und die Mitinitiatorin des Gartens, Monika Maier-Luchmann. Auf dem kleinen Bild ist Maier-Luchmann in einer Sequenz des Beitrags beim Interview zu sehen.   - Fotos: p/hr

Langen - Der Generationengarten des ZenJA hat es zu hessenweiter Bekanntheit gebracht: Das kleine grüne Paradies auf dem Gelände des ehemaligen SSG-Platzes ist zum Gewinnerprojekt der Umweltlotterie GENAU des Landes Hessen gekürt worden – und kam in diesem Zuge ins hr-Fernsehen. Der bereits ausgestrahlte Beitrag ist im Internet abrufbar.

Reporterin Simone Kienast und ihr Kamerateam werden im Mehrgenerationenhaus ZenJA (Zentrum für Jung und Alt) mit offenen Armen empfangen. Mit Monika Maier-Luchmann ist ein bekanntes Langener Gesicht die Ansprechpartnerin für den Generationengarten. Unter ihrer Regie etablierte sich einst das Mütterzentrum – und seit Jahren nun auch der Garten. Nach ihren Worten wurde das Projekt von Beginn an von vielen freiwilligen Helfern unterstützt. Sie seien die Garanten dafür, dass dort, wo einst Brache herrschte, heute ein blühender und fruchtbarer Garten aufgeblüht sei, in dem geerntet, gespielt oder sich einfach nur im Herzen der Innenstadt im Grünen ausgeruht werden könne.

Offenbar traf das den Nerv der Verantwortlichen des Hessischen Rundfunks (hr), die den Garten als vorbildliches Gewinnerprojekt für die Umweltlotterie GENAU ins Auge fassten. Seit drei Monaten ist die Lotterie jeden Freitag fester Bestandteil der hr-Sendung „alle wetter!“ Dort werden der jeweilige Glückspilz und das ausgesuchte Gewinnerprojekt jede Woche kurz präsentiert. Das Langener Team kommt wie alle Initiatoren der ausgewählten Umweltprojekte in den Genuss von 5000 Euro. „Wir freuen uns riesig über diese Unterstützung“, spricht Maier-Luchmann allen engagierten Hobbygärtnern aus dem Herzen. Mit dem Preisgeld möchte das Freiwilligen-Team notwendige Reparaturen am und um den Bauwagen anpacken, Pflanzen kaufen und neue Gartengeräte anschaffen. Ganz oben auf der Wunschliste steht auch ein Kleintiergehege.

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Am Drehtag lässt sich die Sonne nicht lange bitten. Als die Reporterin mittags vorbeischaut, herrscht laues Gartenwetter. Im Gespräch mit Maier-Luchmann geht’s mit der großen Fernsehkamera im Schlepptau quer durchs Grün, das in verschiedene Abschnitte unterteilt ist. In der Kräuteroase, die 2008 durch die Arbeit von 50 freiwilligen Helfern entstanden ist, treffen sie auf Eva Gibbels, die mit der Pflege des Kräutergartens beschäftigt ist. Sie ist Heilkräuterkundlerin und bietet im Haus Heilkräuterseminare und -führungen an. Im Gemüsegarten pflückt Monika Mietke gerade frisch für den Mittagstisch grünen Salat. „Wir haben hier ganz aktive Senioren, die zu früheren Zeiten einen eigenen Garten hatten und die das so ein bisschen vermissen und ihre Leidenschaft jetzt hier ausleben“, erzählt Maier-Luchmann im Interview.

Nach einer Stunde ist alles im Kasten. Simone Kienast muss sich eilig verabschieden, um den Filmbeitrag für die Ausstrahlung am Abend desselben Tags vorzubereiten. Die Sendung ist noch bis Freitag auf hr-online.de abrufbar. Danach ist sie in der hr-Mediathek zu finden.

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Die Initialzündung für den Generationengarten liegt etwa zehn Jahre zurück. Seinerzeit wurde der Grundstein für den ZenJA-Bau an der Zimmerstraße gelegt – „und seit dieser Zeit blicken das Mütterzentrum, das Trägerverein des Hauses ist, zusammen mit der Seniorenhilfe auf erfolgreiche Jahre der Zusammenarbeit zurück“, so Maier-Luchmann. Der Neubau umfasste damals ein großes brachliegendes Grundstück, „das natürlich auch einen Nutzen für alle Generationen bringen sollte“. So sei die Idee entstanden, einen schönen Generationengarten zu schaffen, der offen ist für alle Altersgruppen – „in dem Menschen sich begegnen, sich austauschen und voneinander lernen können“. - cor

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