Grabungen am Zellhügel

Kinder-Skelette aus längst vergangenen Zeiten gefunden

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Mainhausen - Bereits zum siebten Mal ist der Mainhausener Zellhügel Ort einer archäologische Grabung. Diesmal ist der Fund besonders spektakulär.

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Organisiert werden die derzeitigen Arbeiten, an denen sich viele freiwillige Helfer aus dem Kreisgebiet und vier Archäologiestudenten der Uni Marburg beteiligen, vom Geschichts- und Heimatverein Mainhausen. Die Grabungsleitung hat die Untere Denkmalschutzbehörde des Kreises. Landrat Oliver Quilling und Bürgermeisterin Ruth Disser informierten sich gestern über die Fortschritte. Auf einem ersten Areal erhoffen sich die Ausgräber Informationen über Größe und Alter der Zellkirche. Auf der Grabungsfläche wurden, wie im vergangenen Jahr, zudem Bestattungen auf dem zugehörigen Kirchhof entdeckt. Kindergräber liegen eng an den Außenseiten des Kirchenschiffs. Sie wurden freigelegt und in Fundlage belassen.

Die naturwissenschaftliche Datierung Skelette hat ergeben, dass die Toten, drei Jungen im Alter von fünf, elf und 18 Jahren, im 15. oder 16. Jahrhundert dort beigesetzt wurden. Ergo wurden spätestens nach dem 30-jährigen Krieg wohl keine Bestattungen mehr vorgenommen. Die beiden anderen Flächen wurden dort angelegt, wo das Bodenradar Siedlungshinweise ergab. Geborgen werden konnten zahlreiche Metallfunde, darunter zwei interessante Münzen und eine Scheibenfibel. paw

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