Kleckse-Haus:

Sanierung kostet 59.000 Euro

Mainhausen - Mehrere Drucksachen passierten die jüngste Sitzung der Mainhausener Gemeindevertreter in Zellhausen ohne Diskussion.

Dazu gehörte der Verkauf eines 537 Quadratmeter großen Grundstückes an die in Mainhausen ansässige ANWR-Group. Den Grünstreifen will das Unternehmen als Parkfläche nutzen. Ein Bedarf ergibt sich - so heißt es in der Drucksache von Bürgermeisterin Ruth Disser - insbesondere bei Messen, die regelmäßig auf dem Firmengelände der Schuh-Handelskooperationen stattfinden. ANWR hatte der Gemeinde daher ein Kaufangebot unterbreitet. Der Kaufpreis von rund 34.900 Euro entspricht einem Quadratmeterpreis von 65 Euro - der Hälfte des Bodenrichtwertes. Dies sei angemessen, da auf der so genannten Verkehrsgrünfläche Leitungen verlegt sind und daher der Eintrag von Leitungsrechten im Grundbuch erforderlich ist. Zur Schaffung von Parkraum hat das Unternehmen bereits mehrere Grundstücke gekauft.

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Die Vorlage für einen weiteren Grundstücksverkauf ist auf Antrag der UWG in den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen worden. Dies allerdings mit der Maßgabe, sie dort zu beschließen, forderte die SPD-Fraktion. Es handelt sich um ein 685 Quadratmeter großes Areal an der Geschwister-Scholl-Straße, das der Gemeinde gehört. Das Grundstück ist mit einem Erbbaurecht belastet, das zwischenzeitlich von den Interessenten Matthias Derzbach, Reinhold Nitsche und Maximilian Henkel erworben wurde, teilt Ruth Disser in ihrer Drucksache mit. Sie haben der Gemeinde zudem einen Kaufpreis in Höhe von rund 154 000 Euro vorgeschlagen. Der Bodenrichtwert beträgt 300 Euro je Quadratmeter (205 500 Euro). Da das Areal bereits bebaut ist, vermindere sich der Wert. Weil die Kaufinteressenten so schnell wie möglich den Zuschlag erhalten sollen, bat Bürgermeisterin Ruth Disser um Zustimmung. Dem Wunsch wollte die UWG jedoch nicht folgen. „Wie immer bei Grundstücksangelegenheit haben wir noch ein paar Fragen“, sagte Fraktionsvorsitzender Gerald Wissler und beantragte einen Verweis in den Haupt- und Finanzausschuss. Dem stimmte auch die SPD zu, allerdings unter der Bedingung, dass dort abschließend über den Antrag befunden werde. Die Verweisung erfolgt dann einstimmig.

Einstimmig fiel auch das Votum für die Sanierungsmaßnahmen in der Kita „Haus der kleinen Kleckse“ aus. Nachdem dort im Deckenbereich Schadstoffe entdeckt worden waren, musste die Einrichtung einige Wochen geschlossen werden. Die Gemeindevertretung beschloss am Dienstagabend die Bereitstellung der Sanierungskosten in Höhe von fast 59.000 Euro. Die Deckung der Kosten ist durch geringere Ausgaben an anderer Stelle gegenfinanziert. (sig)

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