Ehrungen und Turnier

Tennisabteilung der TSG Mainflingen feiert 40-jähriges Bestehen

Mainflingen - Die Tennisabteilung der TSG Mainflingen feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Am kommenden Samstag feiern die Tennisspieler das Ereignis mit einem Mixed-Turnier. Am Abend steht ein Fest auf dem Programm, in dessen Verlauf verdiente Mitglieder geehrt werden. Nachfolgend blicken die Aktiven auf die Geschichte der Abteilung zurück.

Mitte der 1970er Jahre, als Tennis vom elitären zum Breitensport reifte, gab es auch bei der TSG Mainflingen immer mehr Mitglieder, die sich dafür interessierten. Der damalige TSG-Vorsitzende Hans-Werner Kürten und sein Vorstandsteam, unterstützt von den Haupt-Initiatoren Erika und Ludwig Walter sowie Hilde und Reinhold Grimm begannen mit der Planung zur Gründung einer Tennisabteilung. Am 12. April 1976 nahmen 35 Männer und Frauen an der Gründungsversammlung teil, 26 traten der neuen Abteilung sofort bei. Es wurden Gespräche mit dem damaligen Bürgermeister Bert Hessberger geführt, und eine der Sache gegenüber aufgeschlossene Gemeindevertretung beschloss, der Turn-und Sportgemeinde ein Grundstück zum Bau von zwei Tennisplätzen zur Verfügung zu stellen. Mit den Aufnahmebeiträgen (300 D-Mark pro Person), Spenden und Darlehen von Mitgliedern, einer Beihilfe der Gemeinde und einem Zuschuss des Kreises war die Finanzierung gesichert.

Bereits am 1. Juni 1976 wurden die Plätze dem Spielbetrieb übergeben, die Mitgliederzahl war mittlerweile auf 60 angewachsen. Der erste Abteilungsleiter war Horst Schmiedecke. Das Interesse am „weißen Sport“ war so groß, dass bereits Ende 1976 der Bau eines Clubhaus und einer Einfeld-Tennishalle beschlossen wurde. Beides war im November 1977 fertiggestellt. Dank der finanziellen Unterstützung aller Mitglieder, vor allem aber der Familie Erwin Grimm, wurde der Hauptverein mit den Kosten nicht belastet. Der Verein wuchs weiter, derzeit zählt er knapp 200 Aktive und verfügt über sechs Plätze im Freien und einen Hallenplatz.

Größere Maßnahmen waren etwa nötig, nachdem der Orkan „Wiebke“ 1990 das Hallendach so stark beschädigt hatte, dass es komplett erneuert werden musste. Eine weitere große Herausforderung für die Tennisspieler war 1998 die Vergrößerung des Clubhauses mit dem Anbau neuer Umkleide- und Sozialräume sowie der Schaffung von Lagerkapazität für die abteilungseigenen Gerätes. Auch dieses Projekt wurde durch den Einsatz der Tennismitglieder ohne Belastung des Hauptvereins gestemmt.

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Jugendarbeit hatte für die TSG-Tennisabteilung von Beginn an eine große Bedeutung. Jugendwarte der ersten Stunde waren Gerd Tischer, Norbert Ebert, Peter Schreiber und Wolfgang Marställer, die etwa 30 Nachwuchsspieler betreuten. Mittlerweile sind über 60 Jugendliche im ständigen Training, was den verantwortlichen Jugendwarten Conny und Frank Metzner sowie den Trainern Eric Herrmann, Klaus Rosenberger und Peter Schneider eine gehörige Portion Koordinationsarbeit abverlangt. Immer wieder konnten für die Jugendlichen ausgebildete Trainer gewonnen werden. Namen wie Wolfgang Marställer, Thomas und Peter Rudolph, Dirk Schmiedecke, Christian Appel, Marcus Bohnenberger haben so manches Tennistalent entdeckt und weiter entwickelt. In der diesjährigen Saison waren je fünf Jugend- und Erwachsenen-Teams am Start, drei gewannen Meisterschaften (U18, Damen 30 und Herren 50).

Am Samstag, 17. September, feiert die Abteilung ihr Bestehen mit dem traditionellen Gem-Sen-Turnier (Gemischte Senioren), bei dem die Mixed-Partner zusammen mindestens 80 Jahre alt sein müssen. Der TC Traisa verteidigt dabei den Inge-Knecht- Gedächtnis-Pokal. Danach ist eine Feier geplant, in deren Verlauf die Turniersieger und langjährige Mitglieder geehrt werden. Für die Unterhaltung sorgen die TSG-Tanzgruppen und der Chor „Crescendo“ der Sängervereinigung. Danach spielt das Duo „Zweitakter“ in der Tennishalle Tanzmusik. Gäste sind willkommen, der Eintritt ist frei. sig

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