Vieles ist „in der Mache

Wie kann sich Mainhausen noch entwickeln?

+
Mainhausen ist umgeben von Naturschutzgebieten, einige Möglichkeiten zur Entwicklung gibt es dennoch.

Mainhausen - Die Gemeinde Mainhausen ist umgeben von Naturschutzgebieten, die Möglichkeiten, sich auszuweiten, sind daher begrenzt. Dennoch sollen in den kommenden Jahren einige Projekte in Angriff genommen und das Entwicklungspotenzial zusammengefasst werden.

Wohin will und soll sich Mainhausen in den kommenden Jahren entwickeln? Wieviel Potenzial steckt in der kleinsten Ostkreiskommune, und welche Möglichkeiten sind politisch gewollt? Für Bürgermeisterin Ruth Disser ist das „wohl das spannendste Thema“ derzeit. Vor dem Hintergrund der großen Nachfrage nach Wohnraum will auch Mainhausen dabei sein, wenn es um die Entwicklung neuer Wohngebiete geht. Vieles sei auf Verwaltungsebene „in der Mache“, einiges auch auf Grundlage von Entscheidungen der Gemeindevertretung.

Weil die Entwicklung Mainhausens ein „beratungsintensives“ Thema sei, will die Rathauschefin auf fraktionsübergreifende „informelle Gespräche“ setzen. In kleiner Runde sollen Projekte vorgestellt stattfinden, um parlamentarische Entscheidungsprozesse vorzubereiten. In den Fraktionen gebe es dann Gelegenheit zur weiteren Diskussion, abstimmen wird dann die Gemeindevertretung.

„Auf unserer Agenda stehen Themen wie, die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes, die Erweiterung des Gewerbegebietes Ostring und ein neues Neubaugebiet in Zellhausen,“ beschreibt die Verwaltungschefin die durchaus schon bekannten und langfristigen Themen. Wenn in etwa zwei Jahren die Diskussionen um die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes (FNP) beginnen, möchte Disser „einige Pflöcke gesetzt haben“, damit die Gemeinde dem Planungsverband konkrete Pläne präsentieren kann.

Dazu gehört ein neues Wohngebiet in Zellhausen, dass die Gemeinde entwickeln soll. Dabei soll es auch Wohnraum zu erschwinglichen Preisen geben, verspricht die Bürgermeisterin. Die Bebauung des ehemaligen Simon-Geländes unweit des Zellhausener Badesees, das das Seligenstädter Unternehmen HZ Bau gekauft hat, ist ein weiteres Vorhaben. Die Schließung von Baulücken in Mainhausen gehört ebenfalls zum Plan. Für eine entsprechende Aufstellung gibt es auch einen Auftrag der Gemeindevertretung, doch aus personellen Gründen stockt das Vorhaben gerade, bedauert Disser.

Von Ostfriesland bis Mauritius: Koalitionen in der Region

Wenn es nach ihr geht und das Vorhaben die Zustimmung der Beteiligten findet, sollen regelmäßig kleinen Runden stattfinden. Neben der Vorstellung von Projekten soll es auch die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und Anregungen einfließen zu lassen. „Es gibt immer wieder im Hintergrund Informationen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht öffentlich behandelt werden können oder sollen. In kleiner Runde gibt es diese Einschränkungen nicht, und wir können Sachthemen eben freier vorbereiten, damit den Gemeindevertretern dann die zur jeweiligen Entscheidung notwendigen Informationen vorliegen“, erläutert sie den Hintergrund für diese Zusammenkünfte. Ein weiteres Treffen sei für Ende Juli vereinbart worden.

Zum Vorhaben von HZ Bau sagt Disser: „Dieses Projekt ist sicher, wie alle in dieser Größenordnung, nicht einfach zu entscheiden, bietet aber für die Entwicklung der Gemeinde viele Chancen.“ Es sei vieles abzuwägen wie naturschutzrechtliche Kriterien, die Bedürfnisse und Interessen der Mainhäuser und die Belange des Angelsportvereines. Nach der Sommerpause werde der Gemeindevertretung eine Drucksache zur Abstimmung vorgelegt. Vorab bekämen die Fraktionen Unterlagen zum Projekt, HZ Bau werde die einzelnen Fraktionen zudem besuchen. Ausführliche Informationen zum Bauvorhaben waren gestern von HZ Bau nicht zu bekommen.

Kommentare