Workshop der Sängervereinigung Mainflingen trifft auf großes Interesse

In der Unendlichkeit des Alls

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Musikalisch-emotionale Akzente: Abschlusskonzert zum Chor-Workshop im Bürgerhaus Mainflingen.

Mainflingen - Auf Einladung der Sängervereinigung Mainflingen (SVM) kam mit Dr. Matthias Becker ein international renommierter Chorcoach, Juror und Arrangeur für ein gemeinsames Workshop-Wochenende in den Bürgerhaussaal.

Diese Veranstaltung geriet für die meisten der etwa 70 Teilnehmer zu einem „Kultur-Erlebnis-Event“. Der gemischte Chor „Crescendo“ der Sängervereinigung, der sonst unter Leitung von Werner Utmelleki steht, wurde beim Workshop von etwa 30 externen Teilnehmern ergänzt, die sich dafür nicht nur aus dem Ostkreis, sondern auch aus Richtung Bergstraße oder aus Bad Homburg angemeldet hatten. Den Auftakt bildeten Gymnastik und Stimmübungen, bevor dann in die Probenarbeit mit Rock, Pop, Latin und Jazz eingestiegen wurde. Zu den Stücken, die es einzustudieren galt, zählten das für Chor arrangierte „Set Fire to the Rain“ von Adele. Außerdem hatte Workshop-Leiter Dr. Matthias Becker auf Wunsch der Verantwortlichen speziell für diesen Workshop David Bowies „Space Oddity“ bearbeitet. Passend zu den Jazz-Präferenzen des Workshop-Leiters wurde immer wieder Rhythmik „gepaukt“ und im positiven Sinne „eingehämmert“. Beide Werke wurden beim Konzert am Sonntag der Öffentlichkeit präsentiert – Hut ab für das Ergebnis nach nur eineinhalb gemeinsamen Probetagen.

„Ground Control to Major Tom“ begann das Stück noch in Harmlosigkeit und Routine, um am Ende einen dramatischen Ausgang zu nehmen. „Can you hear me, Major Tom?“ sind die letzten verzweifelten Worte der Bodenkontrolle, bevor das Raumschiff in der Unendlichkeit des Alls verglüht. Die Teilnehmer profitierten von Dr. Beckers hohen chormusikalischen Qualifikationen – er ist unter anderem Preisträger in der Sparte Jazz beim Bundeswettbewerb Gesang. „Ich bin sehr gerne die zwei Tage mit dabei“, sagte eine Teilnehmerin aus Südhessen. „Die Lernbedingungen sind scheinbar locker, aber absolut professionell.“

Die ersten Programmteile des Abschlusskonzertes führte der SVM-Chor unter Leitung von Werner Utmelleki ohne die Workshop-Teilnehmer auf. Die Stücke waren zum Teil seit Monaten intensiv einstudiert worden. „Erbarme – zu spät – kein Liederabend“ war denn auch der konzertante Mottoaufhänger. Der „Parkplatzregen“ und die „Warteschleife“ von Oliver Gies gehörten zum hochklassigen Programm. Für deutschsprachige Moderne standen auch Werke von Udo Lindenberg oder der Münchner Freiheit. „He ain’t heavy, he’s my brother“ oder das „Hallelujah“ von Leonard Cohen setzten musikalisch-emotionale Akzente. Mit schwedischem Ursprung stellte „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ besondere Anforderungen, die der Chor aber beeindruckend meisterte.

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Populäre Werke von George Benson, Michael Jackson („Man in the Mirror“) sowie von Earth, Wind & Fire („September“) standen nach der Pause im Programm. „Engel“ von Rammstein war ein Glanzpunkt moderner Chormusik. Das Konzert endete, wie es anfing: Mit dem Chorarrangement von „Erbarme – zu spät – Die Hesse komme“ der Rodgau Monotones. Naturgemäß mit Choreografie und Sketcheinlagen. Die Workshop-Teilnehmer hatten in einer „Sonderschicht“ gelernt, in diesen Sound mit dem Chor einzustimmen. Das Publikum im Saal hielt es spätestens dann nicht mehr auf den Plätzen. Eine Zugabe von „Crescendo“ plus Workshop war obligatorisch.

Auf neue Chorinteressierte zum Schnuppern oder gleich Mitmachen freut sich „Crescendo“ immer donnerstags um 20.15 Uhr im Bürgerhaussaal in Mainflingen. tku

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