Besser als Eins-Null

Jakob Faber (Mitte) wurde von Schuldirektor Stefan Sturm für das beste Abitur geehrt. Insgesamt 30 junge Leute schlossen die Schule mit der Note 1 ab.
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Jakob Faber (Mitte) wurde von Schuldirektor Stefan Sturm für das beste Abitur geehrt. Insgesamt 30 junge Leute schlossen die Schule mit der Note 1 ab.

Mühlheim - Die Dauer der Schulzeit spiele nur eine eine untergeordnete Rolle bei der Beantwortung der Frage, wie erfolgreich an einer Schule gelernt wird.

Diese Erkenntnis vermittelte Stefan Sturm bei der Abschlussfeier der Abiturienten, die wegen des Zusammentreffens von Absolventen der acht- und neunjährigen Gymnasialzeit in der Willy-Brandt-Halle statt fand. Dort nahm der neue Schulleiter des Friedrich-Ebert-Gymnasiums (FEG) vor 27 Jahren selbst das Reifezeugnis entgegen. Jetzt gratulierte er insgesamt 109 erfolgreichen Absolventen.

Exakt 30 der jungen Leute errangen einen Notendurchschnitt mit einer „1“ vor dem Komma. Noch besser als 1,0 schnitt Jakob Faber ab, er sammelte 870 für die Abiturprüfung relevante Punkte. Ihm folgen Julian Cron, Samantha Heckenbroich und Larina Meinel, die ebenfalls die Bestnote errangen. Sie wurden wie die anderen „Einser“-Schüler mit Gutscheinen belohnt.

Einen solchen Preis oder Bücher gab’s auch für weitere stolze Leistungen. Sigrid Horstmann-Dekeukelare überreichte den Förderpreis des Lions-Clubs Mühlheim an Alica Künne, die sich besonders für ihren Jahrgang engagiert hat. Mit herausragenden Ergebnissen in Mathematik glänzten Alexander Dück und Larina Meinel, den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft bekam Fabian Franke und die Diercke-Prämie für eine bemerkenswerte Leistung in Erdkunde ging an Lisa Hofmann.

Stefan Sturm verabschiedete mit seinem ersten den größten und erfolgreichsten Abitur-Jahrgang am FEG. „Wichtig ist eine Atmosphäre, in der Etwas-Leisten-Wollen und Wohlfühlen zueinander passen“, sagte er. Der Direktor beleuchtete die Reifeprüfung aus der Perspektive der Lehrkräfte, der Eltern und der Teenager. „Wir können Verantwortung nicht immer abschieben auf andere, scheinbar Berufenere“, gab er ihnen mit auf den Weg.

Das bedeute, dass jeder aktiv werde und sein Umfeld mitgestalte. „Es geht nicht nur um mich selbst, es geht auch darum, meine Fähigkeiten zum Nutzen aller einzusetzen“, betonte der Pädagoge. „Jetzt kommt es auf Sie an, was Sie daraus machen.“ Bürgermeister Daniel Tybussek sah einen neuen Anfang als Voraussetzung, den eigenen Lebensweg zu finden.

Friedrich-Ebert-Gymnasium feiert Abi

Friedrich-Ebert-Gymnasium feiert Abi

Die Bedeutung der sozialen Kompetenz unterstrich Dr. Markus Irmscher vom Schulelternbeirat. „Seien Sie offen und neugierig“, riet er. Mit dem Abi in der Tasche haben die Jugendlichen einen wichtigen „Baustein in ihrem Leben“ erworben, meinte Petra Müller vom Verein der Freunde und Förderer am FEG. Und Schulsprecher Maximilian Schmid (Jahrgangsstufe 10) gestand seinen Vorgängern, dass die Jüngern zu ihnen als Vorbilder aufgeblickt haben.

Sofia Sturm, Melissa und Larina Meinel bereicherten die Feier mit klassischen Werken, Jakob Faber, Jeanine Kaiser, Anita Martini und Patrick Messer gar mit Eigenkompositionen. Dann überreichten die Tutoren Reinhard Badzura, Claudia Röll-Bremer, Volker Fuchs-Schilling, Martin Pongratz, Marion Weilmünster und Dr. Christoph Schulz die Zeugnisse. Am Abend folgte am gleichen Ort der Abi-Ball unter dem Motto „Abikini – knapp, aber passt schon“. 

(M.)

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