Friedrich-Ebert-Schülerinnen lernen, wie sie anderen die Kunst der Integration beibringen

Die „Kicking Girls“ sind da

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Das Projekt „Kicking Girls“ bildet Schülerinnen mit Migrationshintergrund als Integrationshelferinnen aus.

Mühlheim - Schülerinnen der Friedrich-Ebert-Schule (FES) beteiligen sich am Projekt „Kicking Girls“. Sie trainierten zwei Tage lang den Umgang mit dem runden Leder - und soziales Engagement.

Der Spaß am Fußballspielen und die Freude, etwas mit anderen Jugendlichen zu machen, waren die wichtigsten Voraussetzungen. Kein Problem für die 14 Nachwuchskickerinnen der siebten bis neunten Klassen der Mühl-heimer Friedrich-Ebert-Schule, die beim bundesweit angelegten Projekt „Kicking Girls“ neben den Grundregeln der Deutschen liebster Sportart auch soziales Engagement lernten. „Zweck der zweitägigen Trainerausbildung ist es, jugendliche Mädchen mit Migrationshintergrund für ein ehrenamtliches Engagement zu qualifizieren und so die Integration zu fördern“, erklärte Katharina Althoff, Projektleiterin und Mitarbeiterin des Instituts „Integration durch Sport und Bildung“. Sie war für die beiden Aktionstage aus Essen angereist.

Praxiseinheiten wechselten sich mit unterschiedlichen Fußball-Spielformen und der gar nicht so grauen Theorie ab. Beim Würfel-Fußball ersetzten die Ausbilder den runden Ball durch einen eckigen Schaumstoffwürfel. Der vollzog unberechenbare Flugbewegungen, sorgte so für Chancengleichheit zwischen Vereinsspielerinnen und Fußballnovizinnen. Partner-Fußball, bei dem zwar nach den traditionellen Regeln gespielt wurde, aber jede Spielerin mindestens eine weitere an der Hand halten musste, war eine weitere Übung. Ebenso Länder-Fußball, bei dem kleine Spielfelder rasch gewechselt werden mussten, was das Ballgefühl verbesserte.

Über allem natürlich die Freude am Fußball. Passen, Dribbeln, Schüsse aufs Tor standen beim Stationstraining auf dem Programm – bei dem sich die Jugendlichen auch gleich eigene Wettkampfformen ausdachten, um die Motivation hoch zu halten. Geplant sei, an der FES eine Mädchen-Fußball AG zu gründen, um die frisch ausgebildeten Schülerinnen regelmäßig einsetzen zu können. Ein weiteres Betätigungsfeld sieht Althoff in der Unterstützung bei Sportfesten und Turnieren in den Fußball-Vereinen und der Hilfe für Bambini-Mannschaften.

- Gefördert wird die Aktion „Kicking Girls“ aus Töpfen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Zusätzlich unterstützt wird es vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) sowie von den Universitäten Duisburg-Essen, Oldenburg und Osnabrück. peba

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