Hilfe auf Augenhöhe

Unterstützung für Senioren: Computer und Internet  

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Walter Breidenstein demonstriert mit einem Tablet in der Hand, worauf beim Betriebssystem Android zu achten ist.

Mühlheim - Während der Umgang mit Computer und Internet für viele selbstverständlich ist, weil sie damit aufgewachsen sind, fällt es Senioren nicht immer leicht. Unterstützung gibt es bei der Bürger- und Seniorenhilfe, sei es bei Viren im Mailanhang oder einer Skat-App. Von Axel Häsler 

Nicht lange ist es her, dass ein umfangreiches Update von Windows 10 bei einigen Anwendern für großen Unmut sorgte. Einige Probleme, die sich daraus ergaben, haben viele Nutzer mit ein paar Klicks selbst beheben können. Anders sieht das jedoch bei Senioren aus, die mit dem Computer arbeiten. Sie haben sich gerade mal an die Oberfläche ihres neuen Betriebssystems gewöhnt, da sieht alles schon wieder ganz anders aus. Und manches funktioniert nicht so, wie man es sich vorstellt.

Die Hilfe von Walter Breidenstein kommt da gerade Recht. Mit Rat und Tat steht er den Mühlheimer Senioren einmal im Monat zur Seite. Meist jeden dritten Mittwoch eines Monats lädt er zusammen mit der Bürger- und Seniorenhilfe zum PC-Club ins Jugendzentrum an der Rodaustraße ein. Dort können sich Senioren mit ihren Problemen rund um Computer an ihn wenden. PC-Kurse wurden früher auch angeboten, erinnert sich der 74-jährige Rentner, der viel von Computern versteht. Sein Wissen hat er sich während Bildungsurlauben angeeignet. Seit mehr als zehn Jahren kommen die vernetzten älteren Menschen zu ihm, wenn es mit der Bedienung des PCs nicht so richtig funktioniert will. Von ihm lassen sie sich auch beraten, wenn sie neue Programme suchen.

Ein Herr kommt mit einem Notebook und einem Tablet im Gepäck zur Sprechstunde und möchte wissen, wie er denn nun sein Skatspiel vom einen in das andere Gerät kopieren könne. Walter Breidenstein muss ihm da jedoch nicht helfen, zumindest nicht unmittelbar: „Windows und „Android“ sind zwei verschiedene Betriebssysteme, da kann man ein Spiel nicht einfach kopieren.“ Doch die Enttäuschung währt nur kurz, denn er kann ihm gleich den Tipp geben, sich im Playstore ein kostenloses Skatspiel herunterzuladen.

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Viele der Rentner arbeiten mit digitalen Fotos und erstellen stolz ihre eigenen Fotobücher. Da gibt es auch einen regen Wissensaustausch untereinander. Welcher Anbieter macht einem den Aufbau eines Fotobuchs besonders einfach? Wer ist am günstigsten? Doch auch die digitalen Fotoapparate machen einem manchmal das Leben schwer. So beklagt ein Teilnehmer, dass der PC sein iPhone nicht mehr erkenne und er seine Fotos nicht mehr überspielen könne.

Nicht jedes Problem kann Breidenstein im PC-Club sofort lösen. Dafür macht er dann aber auch mal einen Hausbesuch, der jedoch über das Büro der Seniorenhilfe angemeldet werden sollte. Dann hilft Breidenstein sogar mit kleineren Reparaturen oder bei Anschlüssen. Vielen Senioren stand er auch schon zur Seite, wenn diese sich durch Öffnen eines Dateianhangs einer Mail einen Virus eingefangen hatten. Eine Gegenleistung erwartet er dafür nicht. Die Arbeit als ehrenamtlicher Computerexperte bereitet ihm einfach Freude.

Infos auf bshm.de

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