Zwei Damen und zwei Herren sind nun „echte“ Langener

Kein Ebbelwoifest ohne Daaf und Staffel

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Daaf mal richtig herzlos: Verena Jakel kriegt das „volle Brett“ ab – das Publikum schreit förmlich mit ihr auf.

Langen - Sie sind Eckpfeiler und Höhepunkte eines jeden Ebbelwoifests: „Daaf“ und „Ebbelwoistaffel“ dürfen nicht fehlen bei den Langener Feiertagen. Von Holger Borchard 

Und so wusch Brunnenwirt Heinz-Georg Sehring auch diesmal wieder vier „Eingeplackten“, „Hergelaafenen“ und „Zugereisten“ den Buckel, beziehungsweise wetteiferten 39 Mannschaften um den Titel „Sieger der Ebbelwoistaffel 2016“. „Eins – zwei – drei: Ebbelwoi!“ Durchs Festzelt hallt am Sonntagvormittag ein ums andere Mal der Schlachtruf der Ebbelwoistaffel, mal anfeuernd, mal als Ausdruck höchster Begeisterung. Die Stimmung ist prächtig. 39 Mannschaften wetteifern um den Sieg bei der beliebten Gaudi. Es geht um Geschicklichkeit und Spaß. Und um Glück. Eine große Portion Glück sogar. Denn wem Fortuna nicht hold ist, der kann bei der Staffel nix ernten – so funktioniert Gerechtigkeit à la Ebbelwoifest. Tischtennisbälle in einen kleinen Eimer befördern, Sand wiegen, würfeln, das Puzzlen eines Langener Wahrzeichens (Altes Rathaus) und das Umräumen von Flaschen aus einer Wasserkiste in die andere mit den Füßen sind die Aufgabe. Am Ende jubeln die „Freunde der 17“, sie haben den Parcours am schnellsten bewältigt. Auf den Plätzen folgen das Team „Rollschoppe“ und die „Bembel Babes“.

Wegen des Regens im Zelt und nicht wie gewohnt auf der Bühne am Brunnen hat zuvor Brunnenwirt Sehring samstagnachmittags ein Quartett zu echten Langener „gedaaft“. Bei Verena Jakel, Jahrgang 1977, schreit das Publikum förmlich mit auf, als Sehring ihr die volle Ladung Stöffche über den Kopf gießt. In Dortmund geboren, in Witten aufgewachsen, lebt die studierte Tiermedizinerin seit zehn Jahren in Langen. Sie arbeitet im Paul-Ehrlich-Institut und ist Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Langen und Umgebung.

Zweiter Gedaafter ist Bernhard Keller, Jahrgang 1959. Er stammt aus Homberg an der Efze, ist seit 1984 bei der Polizeistation in Langen beschäftigt. Bekannt ist er als „Schutzmann vor Ort“ und als der Polizist, der seit nahezu 30 Jahren Verkehrserziehung an den Schulen in Langen und Egelsbach leistet.

Bilder: Ebbelwoifest in Langen

Stephan Reinhold ist neuer Stadtverordnetenvorsteher, sprich als Nachfolger von Margarete Wahler-Wunder erster Bürger Langens. 1962 in Köln geboren, aber schon ein Jahr später nach Langen übergesiedelt, verdient Reinhold seinen Lebensunterhalt heute als kaufmännischer Angestellter in der Telekommunikation. In Langen ist der mit einer Amerikanerin verheiratete Vater zweier Töchter nicht nur kommunalpolitisch in der CDU aktiv, sondern ebenso auf sportlicher Ebene bekannt, vornehmlich bei Leichtathleten und American Footballern.

Vierte im Bunde ist Eveline Schüller, Jahrgang 1951. Sie stammt aus Rheinbröhl, einem kleinen Weinort zwischen Koblenz und Bonn, wo man auf der rechten Seite des Rheins Reben anbaut und „richtigen“ Wein produziert. 1997 zog sie der Liebe wegen nach Langen um. Wie Ehemann Rainer ist sie seit 2002 Mitglied im Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) und seit 2006 die federführende VVV-Verantwortliche für den Langener Weihnachtsmarkt. Nebenbei organisieren Eveline und Rainer Schüller noch Ausflüge des VVV wie Weinbergwanderungen durch Rheinhessen, eine München-Reise mit Floßfahrt auf der Isar oder für dieses Jahr eine Dreitagesfahrt in den Harz.

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