52 statt 134 Verstöße im Vorjahr

Statistik im Steinbruch

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Das Sicherheitskonzept fürs Naherholungsgebiet lebt vom Zusammenspiel haupt- und ehrenamtlicher Kräfte. Hier bei einer Begehung des riesigen Geländes.

Mühlheim - Die Zahl der erfassten Verstöße gegen die Spielregeln im Dietesheimer Naherholungsgebiet geht zurück. Im Jahr 2014 waren es 134, im Jahr 2015 nur noch 52. Stadt und Arbeitskreis Prävention werten diese Entwicklung als Erfolg. Von Marcus Reinsch 

Botaniker können im Dietesheimer Naherholungsgebiet eigentlich nur glücklich werden – und Mathematiker in ein Loch fallen, das tiefer ist als alle Steinbruch-Seen zusammen. Es fällt zwangsläufig schwer, anhand der Zahl der geahndeten Verstöße in dem so schönen und riesigen wie unkontrollierbaren Gebiet eine Aussage darüber zu treffen, ob sich die Besucher dort mittlerweile regelkonformer verhalten als früher.

Statistisch ist’s eher ein Ja, auch wenn der Stadt noch keine belastbaren Werte für die gerade auslaufende Saison vorliegen. Aus 2014 und 2015 gibt es mittlerweile welche. Grob gesagt: Die Kurve weist nicht nur ein schwaches, sondern ein massives Gefälle auf. Nach 134 registrierten Verstößen im vorletzten Jahr, ziehen Bürgermeister Daniel Tybussek und Werner Werkmann „eine positive Bilanz“, waren es im vergangenen nur noch 52.

Werner Werkmann war mal stellvertretender Leiter der Mühlheimer Polizeidienststelle ist jetzt ortskundiger Chef des Arbeitskreises Naherholungsgebiet, seit einigen Jahren ein fester Bestandteil des Mühlheimer Präventionsrats. Ende Juni trafen sich die ehrenamtlichen Arbeitskreismitglieder zu einer ersten Begehung vor Ort, um die Bestandsaufnahme fortzusetzen und sich auszutauschen.

Steinbruch-Festival in Dietesheim

Das Sicherheitskonzept lebt von der Verzahnung mehrerer Augen-auf-Gruppen. In der vergangenen Saison führte die städtische Ordnungspolizei neben zwei Begehungen 27 sogenannte Innenüberwachungen durch, also Kontrollen von Menschen im Gebiet selbst, an den Seen und Wegen. Hinzu kamen 264 Zufahrtskontrollen und an 16 Tagen Eingangskontrollen, für die der Freiwillige Polizeidienst sorgte. „Die Eingangskontrollen zu unterschiedlichen Zeitpunkten haben sich bewährt und werden in diesem Jahr weiter fortgesetzt“, sagt Tybussek, der dem Arbeitskreis für seine Initiativen dankt.

Neben der neuen Satzung samt Beschilderung – das Repertoire der Verbote von Grillen bis Baden und Bootfahren ist deutlich ausgeweitet, die Strafmaße wurden erhöht – seien auch diese Kontrollen auf die Idee des Arbeitskreises zurückzuführen. Die Zusammenarbeit der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte, betont Werkmann, sei „einwandfrei und vorbildlich“. Besonders erfreulich sei, dass auch die Müllmenge, die bei der jährlichen Putzaktion im Naherholungsgebiet gesammelt wird, seit Jahren kontinuierlich rückläufig ist – bei gleichbleibendem Sammeltrieb der Helfer aus Vereinen und Institutionen. Ende Juni führte Werkmann wieder durch das Gebiet. Seine Verbesserungsvorschläge – es fehlen beispielsweise Pfosten und Abgrenzungen zur Einfahrt auf den Grillplatz vom Grünen See kommend, und auch die Feuerwehr- und Rettungskräftezufahrt rückt in den Fokus - will die Stadt nun bald umsetzen.

Steinbruch-Festival am Grünen See: Fotos 

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