Pfarrfest in Lämmerspiel

Preise satt bei St.Lucia

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Gespannt schauen die Entenpaten, welches Plastiktier das Rennen macht.

Mühlheim - Was wäre das Pfarrfest ohne die 500 Plastikentchen, die sich jedes Jahr an Fronleichnam in der Rodau ein spannendes Rennen liefern? Trotzdem ist es eine bunte Sause für Groß und Klein. Von Michael Prochnow 

Pfarrfest ist nicht gleich Pfarrfest, da gibt es gewaltige Unterschiede! Die Lämmerspieler Katholiken zum Beispiel nutzen ihre Lage am Fluss und haben ein Rennen von Enten in ihr Programm integriert. Fast 500 der quietschgelben Badewannenbegleiter in Miniaturausgabe werden von Jugendlichen des Zeltlagerteams alle Jahre wieder zu Fronleichnam in Höhe des Rodelbergs aus einer Regentonne in die Rodau gekippt.

Es ist die vornehmliche Aufgabe von Dekan Pfarrer Willi Gerd Kost, die im Wasser des Baches schaukelnden Spielzeuge zu begleiten und das Geschehen mit dem Mikrofon zu beschreiben. Jedes „Tier“ trägt eine Nummer, auf die ein Pfarrfest-Besucher gesetzt hat. Er musste sich zudem darauf festlegen, ob er im Falle eines Gewinns einen Preis für Kinder oder für Erwachsene erhalten möchte. Die „310“ erreichte zuerst den Steg zwischen Pfarrgarten und Kindergarten, sie war auf Emilio Marino aus Rodenbach eingetragen.

Der Dreikäsehoch brauchte schon die Hilfe des Papas, um den Campingstuhl und den aufblasbaren VW-Bus vom Autohaus Best abzuholen. Miriam Gesser erhielt für Ente Nummer 81, die als Zweite das Ziel erreicht hatte, Grillgut für 20 Personen von der Hausener Metzgerei Schnellbacher, Marlies Wilk kann jetzt ihre Freunde in den Erlebnispark Steinau und in den Wildpark Alte Fasanerie einladen, dem Plastikvogel mit der 44 auf dem Bauch sei Dank.

Aber das große Fest begeisterte mit noch weiteren Spielen. So galt es, das Gewicht der 15 Mitglieder von Pfarr- und Verwaltungsrat inklusive Pfarrer und Gemeindereferent zu schätzen. Sieger Romy Schultheiß fehlten nur drei zu den 1170 Kilogramm geballtes Engagement. Evelin Schmidt nannte vier zu viel, Luis Roth vier zu wenig. Für die Glücklichen gab’s Kostbares aus der Ledermanufaktur und Karten für ein Konzert des Duos Ohrenschmaus.

Damit waren die Gewinnchancen noch längst nicht erschöpft, eine Tombola mit 400 Preisen – alle gespendet – gab es auch noch. Die katholische Bücherei hatte einen Flohmarkt eröffnet, der auch historische Hörspielkassetten umfasste. Überhaupt gefiel das Pfarrfest als Kinderparadies, mit dem Hanauer Marionettentheater, Schminktisch, Wurfspielen und Schatzsuche im Sandkasten. Die „Großen“ genossen eher das Blasorchester vom Musikverein Dietesheim, die Spezialitäten, die hinter den Theken brutzelten, oder am Weinstand ausgeschenkt wurden.

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