„Sauberhaft“-Aktion demnächst wohl erst im Oktober

Wieder weniger Müll, aber nicht weniger Motivation

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Auf in den Kampf gegen alles, was Gedankenlose in die Gegend schmeißen.

Mühlheim - Wie wichtig Menschen etwas wirklich ist, zeigt sich spätestens, wenn sie sich auch jenseits von Idealbedingungen dazu aufraffen. Was das betrifft, liegt die Sauberkeit im Städtchen und vor allem im Naherholungsgebiet den Mühlheimern dicht am Herzen.

Zur achten Aktion „Sauberhaftes Mühlheim“ hatten sich mehr als 170 Helfer angemeldet. Nur wenige ließen sich vom Schmuddelwetter abhalten. Alles in allem 650 Kilo Müll schleppten sie aus den Steinbrüchen. Das ist nochmal weniger als letztes Jahr. An einem Motivationsschwund lag’s nicht. „Der kontinuierliche Rückgang der Müllmenge ist auch der ehrenamtlichen Arbeit des Arbeitskreis Naherholungsgebiet zu verdanken, der sich seit Jahren für die schützenswerte Natur und Einhaltung der Regeln einsetzt“, bilanziert Bürgermeister Daniel Tybussek.

Er und die Erste Stadträtin Gudrun Monat hatten die Sammler in die Mission eingewiesen, das zu entsorgen, was andere gedankenlos oder, schlimmer, schlicht ignorant in die Gegend geworfen haben. Von Bauhofmitarbeitern ausgestattet mit Greifzangen, Handschuhen und Säcken zogen die Freiwilligen los. Als wichtiger Partner bei der Aktion erwies sich wieder der Angelsportverein. Er unterstützte die Saubermacher tatkräftig, stellte auch sein Gelände am Grünen See als Basis zur Verfügung.

Besonders gefreut hat es Monat, „dass sich zwei Schulklassen des Friedrich-Ebert-Gymnasiums mit Eifer an der Aktion beteiligten“. Feuerwehr, DLRG und Tauchsportler fischten „die üblichen verdächtigen Gegenstände“ aus den Gewässern der Seenlandschaft: Fahrräder, Einkaufswagen, Schlauchboot und jede Menge Flaschen.

Bilder: Elektro-Müllwagen schont Umwelt und Ohren

An weiteren Standorten ist ebenfalls Abfall eingesammelt worden. Der Umweltstammtisch war im Bereich des Mühlheimer Bahnhofs aktiv, der Ruderverein reinigte rund um sein Vereinsheim und entlang des Mainufers, die Naturfreunde mühten sich an ihrem Domizil am Maienschein und im Wald dahinter. Auf Anregung des Mühlheimer Naturschutzbundes denkt die Stadt darüber nach, die Aktion in den Herbst zu verlegen. Zum Beispiel in den Oktober. Das hätte Vorteile. „Wir würden dann außerhalb der Brut- und Setzzeit sein und könnten unmittelbar nach der Sommersaison im Naherholungsgebiet klar Schiff machen“, sagt die Erste Stadträtin. (mcr)

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