Duathlon im und am Gersprenzstadion alles

Dem VfL-Nachwuchs ein Heimkampf

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Im Eiltempo durch die Wechselzone: Wer von der Rennstrecke flugs aufs Rad sprang machte kostbare Sekunden gut.

Münster - 120 junge Sportler fanden sich hochsommerlicher Temperaturen zum Trotz zum Duathlon beim VfL im Gersprenzstadion ein. Darunter viel ehrgeiziger Nachwuchs. Von Ursula Friedrich

Heiße Duelle junger Ausdauersportler – diese Metapher beschreibt treffend das Sportereignis für den Nachwuchs. Bei über 30 Grad im Schatten herrscht im Gersprenzstadion am Samstag unter den jungen Startern helle Aufregung. Trotz der für die Jahreszeit ungewöhnlichen Hitze fiebern die Teilnehmer des 16. Schülerduathlons des VfL Münster ihrem Start entgegen.

Die Nachwuchssportler, die sich fast allesamt dem Ausdauersport Triathlon widmen, sind bereits wie die großen Vorbilder, die beim Ironman in Hawai starten: hart im Nehmen. Endlich gibt die Crew das Startzeichen, auch die Radstrecke gen Altheim ist freigegeben. Es wird gelaufen, geradelt und anschließend noch einmal gelaufen. Im Gegensatz zum Triathlon wird auf die Disziplin Schwimmen verzichtet, hier tun sich die meisten Athleten am schwersten.

Obwohl der Wettbewerb, den der VfL seit vielen Jahren für Einsteiger anbietet, ein Heranschnuppern an die Wettkampfszene impliziert, sind echte Cracks unterwegs. Aus Hessen und Oberbayern reisen Eltern an. Der ehrgeizige Nachwuchs besitzt bereits ein passables Rennrad, um gegen die Konkurrenz mitzuhalten. 120 Sportler ab acht Jahre geben der Hitze zum Trotz Vollgas.

Etliche Helfer hat der Veranstalter mobilisiert, um mit großem Aufwand ein gut durchorganisiertes Rennen zu bieten. Für den VfL selbst starten knapp zehn Kinder und Jugendliche. Für den Nachwuchs der Triathlonabteilung des Vereins ist das Heimrennen natürlich doppelter Ansporn. „Die Kinder sind richtig heiß“, kommentiert „Rennleiter“ Nils Haase den professionellen Ansturm auf die Wechselzone, wo es gilt, möglichst schnell nach dem Laufen auf das Fahrrad zu wechseln. Die Veranstaltung sei auch Teil des HTV-Jugend-Cups, erklärt Karl-Heinz Rosskopf aus dem Organisationsteam, die erfahrenen Wettkämpfer möchten hier noch einmal punkten.

Für die VfL-Ausdauerabteilung ist die Veranstaltung eine Chance, dem eigenen Nachwuchs ein Heimwettkampf zu bieten. Zum Beispiel Max Korczyk (14), der sich ein Leben ohne Ausdauersport gar nicht mehr vorstellen mag. „Wir haben sechs Mal die Woche Training“, erzählt er mit strahlenden Augen. Er grinst: „Inzwischen habe ich meinen Stundenplan in der Schule dem Sport angepasst.“ Mit dem richtigen Antritt und Tempoläufen hat er sich in den vergangenen zwei Wochen für den Wettkampf fit gemacht. Auch auf die Ernährung wird geachtet: Wenig Fleisch und Kohlenhydrate, dafür jede Menge Gemüse. Der Lohn ist Platz zehn im 27 Starter großen Feld der Schüler B – nur Sekunden liegen zwischen Max und den sieben Platzierten davor. Einen ganz eigenen Marathon haben die vielen Helfer und Organisatoren hinter sich. 120 Menschen hat die Triathlon-Abteilung mobil gemacht, um den 16. Schülerduathlon zu stemmen.

Die Ergebnisse für die Starter des VfL Münster: Schüler C (0,4/2,5/0,4 Kilometer) 2. Lukas Bugar 00:08:12.64, VfL Münster; Schüler A (2/10/1 Kilometer): Platz 15; Philine Herd 00:40:48.7 VfL Münster; Jugend B (1/5/0,4 Kilometer: 10. Max Korczyk, 00:34:28.72; Jugend A (3/18/1,5 Kilometer): 3. Sven Theis, 00:46:07.46; 9. Julian Becker, 00:51:39.05, 12. Nick Mieth 00:52:13.30.

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