Bauarbeiter rücken an Stettiner Straße ab

Endlich wird der Schulweg saniert

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Sehr lange hat es gedauert, bis sich an der desolaten Stettiner Straße endlich Bauarbeiter rüsten, den über vier Jahre lang gesperrten Schulweg entlang der Kennedy-Schule instand zu setzen. Bis Schuljahresbeginn sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Münster - Der Gehweg an der Stettiner Straße entlang der John-F. -Kennedy-Schule wird nach vielen Jahren der Beschwerden und der Absperrungen endlich saniert. Noch vor Ferienende soll die von Senioren, Schülern und Eltern langersehnte Maßnahme abgeschlossen sein. Von Thomas Meier 

Seit mehr als vier Jahren ist der kleine Gehweg auf der Nordseite der Stettiner Straße wegen eklatanter Pflasterschäden und Stolperfallen gesperrt. Obwohl es ein Schulweg ist, waren die Senioren die ersten, die den Missstand über ihren Beirat im Rathaus laut beklagten. Doch sah sich dort wie auch im Kreis, dem Schulträger, lange Zeit niemand wirklich genötigt, Abhilfe zu schaffen. Unsere Zeitung berichtete immer wieder über das Dauer-Dilemma. Die Sachlage war aber auch schwierig. Hauptsächlich aufgrund der einfachen Frage: Wer bezahlt? Der kleine Gehweg, der seit über drei Jahren von einem Maschendrahtzaun mit angehängten Hinweisschild „Gehwegschäden – Bitte andere Straßenseite benutzen“ für den laufenden Verkehr abgesperrt ist, gehört zum Schulgelände, das Anfang der 1960er Jahre am damaligen Ortsrand von Münster errichtet wurde. Erst lautete die Frage, wer die Bäume am Straßenrand pflanzte, dann galt es, wichtigere Ausgaben für die Landkreisschulen zu stemmen, als einen Gehsteig zu reparieren. Mehrere Gespräche zwischen den Verwaltungen verliefen im Sande, währenddessen die Stettiner Straße durch die Wurzel-aufwerfungen immer holpriger wurde. Denn die Gemeinde riskierte es auf keinen Fall, durch eine voreilige Reparatur, die nicht ihr Ding sei, eventuelle Präzedenzfälle schaffen.

Licht am Horizont zeichnete sich ab, als 2013 der Landrat auf seiner Sommer-Kreisbereisung auch mal den Weg nach Münster fand. Klaus Peter Schellhaas und Münsters damaliger Bürgermeister Walter Blank haben nach langer Zeit der Überlegungen eine Lösung gefunden, um den schadhaften Gehweg vor der John-F.-Kennedy-Schule in Münster zu erneuern. Dies ließen beide auf einer Sitzung einer Gemeindevertretung verlauten. „Der Landkreis wird die Grundstücksfläche mit Gehweg und Parkfläche in die Verantwortung der Gemeinde Münster übertragen und 50.000 Euro für die anstehenden Sanierungsarbeiten beisteuern“, hieß es im August vor drei Jahren in unserer Zeitung. Und: „Damit haben wir eine gute Lösung gefunden, um vor allem zum Wohle älterer Menschen dafür zu sorgen, dass der schadhafte Gehweg sehr bald wieder in einen guten Zustand versetzt werden kann“, erklärten Landrat und Bürgermeister gemeinsam. Die Sanierungsarbeiten sollten laut Bürgermeister Blank „voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen“. Indes: 2013 begann noch lange nichts.

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Das Dilemma ging als Erbe an Bürgermeister Gerald Frank über, der bei der Bürgermeister-Kandidatenrunde unserer Zeitung vor seiner Wahl versicherte, sich umgehend zu kümmern. Nun wurde der geerbte Sanierungsstau aber statt bereinigt zu werden noch ausgebaut. Denn der Kreis benötigte für die Aufstellung zwei erPavillons an der Regenbogenschule in Altheim (sie wartet seit sechs Jahren auf die Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung) Gelände von der Gemeinde. Die beiden Problemfälle zwischen Kommune und Kreis wurden miteinander verquickt, was die Sache auch nicht beschleunigte.

Nun aber hat endlich Altheim seinen Doppelpavillon und die Kommune Geld und Oberhoheit über den Stettiner Bürgersteig. Die Bäume, einst gepflanzt, um Schatten auf dem Schulweg zu spenden, werden übrigens nicht – wie geplant – gefällt. Sie sollen bei der Sanierung des Gehweges mit kiesbeladenen Baumscheiben versehen werden und erhalten bleiben. „Die Baumallee hat für den Ort doch einen wichtigen Charakter, der erhalten werden soll“, begründete Bürgermeister Frank den Schritt. Aus Sicherheitsgründen würden aber zwei Lampenmasten, die inmitten des Gehweges platziert seien, an den Rand verschoben. Auch, damit Mütter mit Kinderwagen keine Hindernis im Weg hätten.

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