Neuer Grillplatz und Sitzbankgruppen sollen das Gelände weiter aufwerten

„Frisch-Auf“ baut Vereinsgelände um

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Etwas von der Feuerstelle (links) entfernt sollen auf dem Außengelände der Wandergesellschaft neue Sitzgruppen errichtet werden.

Münster - Auf der Suche nach Spendern für ihren neuen Grillplatz ist die Wandergesellschaft „Frisch-Auf“. Baubeginn soll schon in den kommenden Wochen sein. Von Jens Dörr 

Das Außengelände der Wandergesellschaft „Frisch-Auf“ mit seinen prägenden, Schatten spendenden Bäumen zählt zu den schönsten Plätzen in Münster, um im Freien ein Bier zu trinken – oder aber zu grillen. Letzteres dürfte auf dem Vereinsgelände nahe der Gersprenz in Bälde häufiger der Fall sein: Die Wandergesellschaft plant bereits seit einiger Zeit den Bau eines neuen Grillplatzes. Am Sommerfest des Vereins vor wenigen Tagen gab „Frisch-Auf“-Vorsitzende Karin Mathy offiziell den Startschuss. Nach dem Fest sei vor dem Baubeginn, machte Mathy sinngemäß auch im Rahmen lokaler Prominenz deutlich. Etwa 7 500 Euro sind veranschlagt für alle Bauarbeiten und die Anschaffung neuen Mobiliars.

Der Grillplatz soll im hinteren Teil des Außengeländes, der am Sommerfest für die Kinderbelustigung genutzt wurde, entstehen. „Wir setzen das auf Wunsch unserer Mitglieder um“, sagte Mathy. Gedacht ist das neue Angebot für Jugendgruppen und Familienfreizeiten, aber auch für den gemütlichen Abschluss von Seminaren. Eine rege Nutzung verspricht sich die Wandergesellschaft nicht nur von den eigenen Leuten, sondern auch externen Gruppen. Die können im Wanderheim auch übernachten: Unter der Vereinsgaststätte befinden sich Räume mit 26 Stockbetten, eine Art „Jugendherberge light“. Dies werde auch durchaus ordentlich in Anspruch genommen, so Mathy zur Nachfrage nach dieser Übernachtungsmöglichkeit in Münster.

Ein Foto vom Sommerfest der Wandergesellschaft „Frisch-Auf“. Rechts im Hintergrund ist der Teil des Außengeländes zu sehen, auf dem der Grillplatz entstehen soll.

Der Grillplatz soll einerseits eine große Feuerstelle erhalten. Sie kann wahlweise als Lagerfeuer entfacht werden oder aber – mit einem großen, darüber platzierten Schwenkgrill – Steaks und Würstchen brutzeln. Drumherum wird gepflastert. Hochwertig sollen auch die Sitzbankgruppen werden, die etwas entfernt platziert und neu angeschafft werden sollen. Beim Sommerfest, für das freilich ein Vielfaches an Sitzgelegenheiten benötigt wird, zumal es samstags und sonntags den Rahmen für den Abschluss des Münsterer Volkswanderns mit mehreren hundert Teilnehmern bildet, setzt die Wandergesellschaft auf schlichte Bierzelt-Garnituren. Den Großteil davon leiht sie sich bei einem Getränkelieferanten aus.

Nachdem die Genehmigungen für den Bau inzwischen vorliegen, soll der Grillplatz in den kommenden Wochen errichtet werden. „Wir machen viel in Eigenleistungen, ein Unternehmen muss aber doch beauftragt werden“, sagt Mathy. Das Geld stammt teils aus Vereinsmitteln, allerdings soll das Projekt überwiegend aus Spenden bezahlt werden. Am Sommerfest machten einige Spender bereits den Anfang. Auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Gemeinde Münster überbrachten kleine Beträge. Bürgermeister Gerald Frank übte sich schon in Vorfreude auf den fertigen Grillplatz: „Das ist wirklich eine tolle Sache. Der Platz, der sowieso schon einzigartig ist, wird dadurch nochmals aufgewertet.“

Grillsoßen für Fleisch, Fisch und Gemüse

Mathy rechnet derweil mit einer Einweihung und dem Aufstellen der Sitzgruppen erst für das kommende Jahr. Noch nicht endgültig entschieden sei der „Frisch-Auf“-Vorsitzenden zufolge, ob der Münsterer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auf dem Gelände der Wandergesellschaft stattfinde. Diese Idee hatte in Annelore Oestreicher im vergangenen Dezember die Vorsitzende des Gewerbevereins ins Spiel gebracht – vor allem für den Fall, dass der Weihnachtsmarkt wegen Bauarbeiten auf dem Rathaus-Platz nicht am bisherigen Standort durchgeführt werden kann. Tendenziell scheint man bei der Wandergesellschaft aber, gerade mit Blick auf den Erdboden bei Regen oder Schnee, nicht allzu begeistert von der Idee. Im Gespräch ist derzeit auch der Bahnhofs-Vorplatz als Standort für den Weihnachtsmarkt – sofern der in diesem Jahr überhaupt schon vom Rathaus-Platz verlegt werden muss.

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