Wenn das Handy im Urwald versagt ...

John-F.Kennedy-Schule begeistert mit Musical „Wimba“

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Über 20 Schauspieler aus den Klassen zwei bis vier hatten die Rollen des Musicals „Wimba“ im Schuljahr einstudiert. Jetzt war Aufführung an der John-F.-Kennedy-Schule.

Münster - Die größte Grundschule der Region hat für einen noch größeren Musical-Spaß gesorgt: In der Turnhalle der John-F. -Kennedy-Schule amüsierten sich Montagnachmittag über 300 Gäste, meist Eltern, Verwandte und Freunde der Akteure, bei „Wimba und das Geheimnis um Urwald“. Von Thomas Meier 

Unter der Leitung von Simone Buschmann fand sich schon zu Schuljahresbeginn eine Gruppe von rund 20 Schülern der zweiten bis vierten Klassen zusammen, die sich einmal die Woche trafen, um sich gemeinsam auf den Musicalspaß „Wimba“ aus der Feder von Gerhard A. Meyer vorzubereiten. Doch nicht nur die kleinen Schauspieler waren aktiv: Unterstützt werden sollten die Darsteller bei den musikalischen Parts im Singspiel von den drei Schulchor-AGs unter Leitung von Odette Schleger und Simone Buschmann. Sie hatten rund 60 Urwald-Stimmen zu bändigen. Mindestens ebenso fleißig waren die Kinder der Musiktheater-Kunst-AG, die mit Stefanie Glimm die farbenprächtigen Kulissen für den großen Auftritt bauten und viele bunte Papageien oder freche Affen für die Lianen bastelten. Sebastian Flick meisterte schließlich die Tontechnik und zahlreiche Eltern waren beteiligt an der fantasievollen Kostümgestaltung.

Schulleiterin Nicole Sabais freute sich, dass so viele Gäste zum „Highlight des Schuljahres“ in die Turnhalle fanden und lobte die aufwändigen Vorarbeiten der Schüler, Lehrer und Eltern. Ihr Dank galt auch dem Förderverein der John-F.-Kennedy-Schule, ohne dessen Zuwendungen solch ein Unterfangen wie das Musical gar nicht möglich wären. Und so verwunderte es auch nicht, dass den das Musical leitenden Pädagogen Blumen nebst Kuvert von den Förderern überreicht wurden.

Voll bei der Urwald-Sache waren auch die drei Chor-AGs der John-F.-Kennedy-Schule.

„Im Urwald weißt du nie so recht, was ist Täuschung, was ist echt!“ Mit dieser Einleitung sollte das Theaterspiel das gespannte Publikum auf die Verwicklungen des knapp einstündigen Musicals einstimmen. Und das Motto leuchtete wohl auch sogleich dem jungen Forscherteam ein, das sein Camp verlässt und auf eigene Faust den Urwald erkundet. Durch eine geheimnisvolle Tropfsteinhöhle gelangten die vier Freunde zu einer Lichtung. Während sie voller Wissensdurst die fantastisch anmutende Umgebung untersuchten, geschahen schon erste seltsame Dinge: Handy und Kompass versagen. Ein Mitglied der Gruppe verschwindet spurlos. Skurrile sprechende Tiere und Pflanzen tauchen auf. Als sich dann auch noch ein unheimlicher Steinklotz zu Wort meldet und ein Opferfest ankündigt, wird die Lage bedrohlich. Können die zauberhaften Schleierelfen hier vielleicht noch helfen?

Nun, wie sie das konnten, ließ viele Zuschauer zwerchfellerschütternd lachen, die kleineren, zuschauenden Familienangehörigen schauderten indes angesichts der haarsträubenden Abenteuer, die ihre großen Geschwister da auf der Bühne meistern sollten. Exotische, farbenfrohe Bilder, originelle Figuren und die spannende Geschichte mit viel Witz entführten das Publikum in eine fantastische Traumwelt.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Und ebenso vielfarbig war die Musik zum Stück: Eine Mischung aus Rock, Pop, Reggae und Ska, live umgesetzt von den Chor-AGs, sorgte für den passenden Dschungelsound. Da spendeten viele immer noch schmunzelnde Besucher beim Heimweg an der Turnhallentür gern für ein kommendes Theaterstück im nächsten Jahr.

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