Ausschreibung beginnt am 15. Juni

Kleine Brücke wird teuer

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Erneuerung ab 18. Juli geplant: die Brücke über das Gersprenz-Seitenärmchen zwischen JUZ und Wanderheim auf der einen und Anglerheim auf der anderen Seite.

Münster - Die kleine Brücke am Jugendzentrum in der Bahnhofstraße soll bereits im November erneuert sein. Die Ausschreibung beginnt in Kürze.

Dass Münster an der Gersprenz liegt und insbesondere die Altheimer ein bisschen was auch von der noch kleineren Semme haben, besitzt in Sachen Naherholung durchaus seinen Wert. Kämmerern und Kommunalpolitikern treiben die naturgemäß mit Fließgewässern verbundenen Brücken jedoch manchmal Tränen in die Augen: Für die oftmals unscheinbaren, aber schlicht nötigen Bauwerke werden immer wieder größere Beträge für Sanierungen und Neubauten fällig. Im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss wurden kürzlich die Resultate der letzten Brückenprüfung (Ende 2015) durch das Neu-Isenburger Ingenieurbüro Kinkel+Partner vorgestellt. Ein Bauwerk fiel dabei durch.

Was zunächst wie eine etwas schockierende Nachricht wirken mag, ist bei genauerem Hinsehen keine: Jene Überführung an der B 26 über die Semme (nahe Ortsrand Altheim) erhielt bei der Prüfung zwar die Note 4,0, weil ihr die Absturzsicherung (Geländer) fehlt; allerdings ist diese Fußgänger-Brücke bereits seit 2012 gesperrt.

Ein Neubau findet indes in Bälde zunächst an stärker frequentierten Münsterer Brücken statt. Vor allem jene zwischen Jugendzentrum (JUZ) und Wanderheim auf der einen und Anglerheim auf der anderen Seite: Hier wurde der Neubau parlamentarisch bereits bewilligt. „Wir haben das Ingenieurbüro Norbert Friedrich mit der Planung beauftragt“, teilte Bürgermeister Gerald Frank mit. Ausgeschrieben und anschließend vergeben würden die Arbeiten zwischen dem 15. Juni und 15. Juli. Bereits kurz darauf sollen die Erneuerungstätigkeiten beginnen: am 18. Juli. Frank zufolge ist die Bauzeit bis zum 18. November geplant. Noch etwas länger dauern wird es bis zum Startschuss für den Neubau der Brücke am Max-Bock-Heim. Hier musste das planende Ingenieurbüro zunächst eine Baudurchführungs-Vereinbarung mit der Deutschen Bahn beantragen. Dies ist inzwischen geschehen.

Ihre Hauptprüfung hatten Ende 2015 insgesamt zehn weitere Brücken. Bei fünf von ihnen steht vor der Note zum Gesamtzustand eine Eins vor dem Komma, dreimal zudem eine Zwei. Die Holzbrücke an der Kläranlage schnitt mit der Note 3,2 am schlechtesten ab. Generell zeigen die Ergebnisse, dass besonders Münsters Holzbrücken sehr anfällig sind und weitere Kosten verursachen werden.

Nicht immer sind diese Ausgaben und Sanierungen gerade bei sicherheitsrelevanten Aspekten verhandel- und aufschiebbar. Immerhin: Bei drei Holzbrücken, die relativ neu sind und bei denen Schäden festgestellt wurden, werden diese noch im Rahmen der Gewährleistung und für Münster kostenfrei von den verantwortlichen Bauunternehmen behoben.

jd

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