Sanierung der Sporthalle der DJK Münster

Kostensteigerung schon vor Baubeginn

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Die Pflastersteine liegen bereit, erste Mauern an und in der DJK-Sporthalle sind gezogen, die erhoffte Zuweisung vom Land ist erfolgt: Nächsten Monat geht die Sanierung richtig los. Bis zum Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Sportbetrieb soll wenig leiden, vor und nach der Sommerpause dient auch die nahe liegende Gersprenzhalle als Ersatz.

Münster - Die DJK Blau-Weiß steht vor großem Projekt mit hoher Investition: Für rund 320.000 Euro muss die Vereinshalle saniert werden. Vom Land gab es jetzt einen Zuschuss über 50.000 Euro. Im Juni können die Arbeiten losgehen. Von Thomas Meier

Freude über die Landeszuwendung (von links): Sportkreisvorsitzender Hans-Dieter Carl, DJK-Vorsitzender Andreas Müller, Jens-Uwe Münker vom Innenministerium und Christine Jelink vom geschäftsführenden DJK-Vorstand.

Die DJK verfügt mit dem Sportgelände an der Heinrich-Heine-Straße über eine eigene Sporthalle inklusive Kegelbahnen, Gaststätte und einem Außengelände mit Volleyball-Feld. Eine Immobilie – das weiß jeder Häuslebesitzer – bringt immer auch jede Menge an Arbeit mit sich. Nicht anders ist dies bei der DJK. 1978 hat sich der Verein zum Bau der Sporthalle entschlossen. Nach drei Jahren und rund 21.000 geleisteten Arbeitsstunden der 478 Mitglieder sowie nach einer Investition von etwa 750.000 D-Mark wurde die Halle 1981 eingeweiht. Seither sind immer mal wieder kleinere oder größere Arbeitseinsätze angefallen. Mit 35 Jahren steht der Sporthalle nun allerdings eine umfangreiche Sanierung bevor. Notwendig sind eine aufwändige Brandschutzerneuerung und der Austausch der Heiz- und Lüftungstechnik. Die Kosten dafür wurden noch vor zwei Jahren, am Beginn der nötigen Planungen, auf knapp 200.000 Euro geschätzt. Mittlerweile sind die Vorbereitungen weit fortgeschritten, und auch die Erkenntnis, dass man so günstig wohl längst nicht herum kommen wird.

„Die neuen Brandschutzbestimmungen und ihre Auflagen verteuerten das anvisierte Projekt erheblich“, sagt Andreas Müller, einer von drei Vorsitzenden des Sportvereins. So müssen neue Fluchttüren in den Bau eingezogen werden. Und weil die Lüftungsanlage mehr Platz verschlingt, wird ein Raum am Hallenende angebaut. Der Austausch der Lüftungsanlage bedingt viele Deckenarbeiten. Sie lassen es als sinnvoll erscheinen, auch gleich eine neue Innenbeleuchtung anzubringen. Auch die Trinkwasser-Hygiene ist kostspielig, neue Filtersysteme sind nötig, um einem Legionellenbefall effektiv begegnen zu können. Und die Heizung schließlich muss im 35. Jahr ihres Wirkens komplett ausgetauscht werden.

Fastnacht-Bilder zur DJK-Kostümsitzung in Münster

Summa summarum kommen 320.000 Euro zustande. Ein Kraftakt, der dem 1922 gegründeten, heute 820 Mitglieder angehörenden Sportverein allerhand abverlangt. „Ohne kräftige Eigenleistung unserer Mitglieder ist das Projekt kaum zu stemmen,“ sagt Müller. Man verlasse sich auf zahlreiche helfende Hände aus den Wettkampfabteilungen Tischtennis und Sportkegeln sowie auf die Freizeitsportler und Fastnachter. Und da kam es gerade recht, dass das Land Hessen die Baumaßnahme aus seinem Sonder-Investitionsprogramm „Sportland Hessen“ unterstützt. Der Abteilungsleiter Sport im Hessischen Innenministerium, Jens-Uwe Münker, kam am Dienstagnachmittag an die DJK-Halle, um einen Bewilligungsbescheid über 50 000 Euro zu überreichen. Darüber freuten sich nicht nur Andreas Müller und Christine Jelinek, Beisitzerin im geschäftsführenden Vorstand der DJK, auch Sportkreisvorsitzender Hans-Dieter Carl gratulierte für den Landkreis zur Unterstützung.

Der Kreis befürwortete nicht nur den Antrag der DJK, er selbst gibt auch zehn Prozent zu den Gesamtkosten. Die Gemeinde Münster schließlich sponsert das Unterfangen mit 20 Prozent der Investition.

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