Sänger des MGV führen „Tabaluga und Lilli“auf

Grüner Drache singt im Regenbogenchor

+
Nachdenklich: Tabaluga, der kleine grüne Drache, dargestellt von Yvonn Daub.

Münster - Die 45 Kinder und Jugendlichen des Regenbogenchors brachten das Stück „Tabaluga und Lilli“ auf die Bühne der Kulturhalle. Unterstützung lieferten weiterer Mitglieder des MGV Münster, sodass die Veranstaltung ein voller Erfolg wurde. Von Peter Panknin 

Bald nach den Osterferien begannen bei den MGVlern die Vorbereitungen für „Tabaluga und Lilli“ – ein Stück, das Groß und Klein begeistern sollte und ursprünglich von Rocksänger Peter Maffay, dem Kinderliedermacher Rolf Zuckowski und dem langjährigen Maffay-Textautor Gregor Rottschalk erdacht wurde. In die Hauptrolle des kleinen grünen Drachens Tabaluga schlüpfte Yvonn Daub.

Der Rollenverteilung folgten Gesangs-, Kostüm- und Tanzproben. „Alle Kostüme, das Bühnenbild, die Choreografie und Inszenierung wurden in Eigenregie entwickelt und umgesetzt“, teilte Alex Pistauer, im Verein zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, mit. Er vergaß nicht zu erwähnen, dass „auch die Eltern und Großeltern der Kinder große Kreativität und Engagement an den Tag gelegt haben, um Kostüme und weitere Utensilien zu zaubern“.

Bei so viel Engagement aller Beteiligten verwundert es nicht, dass bereits Tage vor der Veranstaltung keine Karten mehr zu bekommen waren. Für Flüchtlingskinder, die in Münster untergebracht sind, hatte der MGV 30 Plätze kostenfrei zur Verfügung gestellt. Es war den Besuchern nicht immer anzusehen, ob die Kinder ihre Eltern gebeten hatten, Tabaluga sehen zu dürfen, oder ob sich der eine oder andere Erwachsene mit dem Besuch der Veranstaltung einen Jugendtraum erfüllte und Kind oder Enkel als „Vorwand“ mitgenommen hatte. Schließlich lautet einer der bekanntesten Liedtexte im Stück „Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben … Erst dann, wenn ich’s nicht mehr spüren kann, weiß ich, es ist für mich zu spät, zu spät, zu spät.“ Trotz ausverkauftem Haus warteten einige Hoffnungsvolle geduldig im Eingangsbereich der Kulturhalle – und wurden belohnt. Nicht alle, die Karten reserviert hatten, erschienen. Und kurz vor Beginn der Aufführung durften die Ausharrenden schließlich eintreten und besetzen das Auditorium bis auf den letzten Platz. Das Publikum wurde von Markus Fäth, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des MGV, begrüßt und alsbald öffnete sich der Vorhang.

Der Kulisse konnte man ansehen, wieviel Fantasie und Kreativität die Erbauer eingebracht haben – der damit verbundene Zeitaufwand und die Mühen blieben unsichtbar. Am meisten überzeugte die Freude der Kinder am Spiel und die Konzentration, die alle Beteiligten an den Tag legten, um ihren Einsatz ja nicht zu verpassen.

Theresia Uglik, seit 1997 engagierte und beliebte Leiterin des Regenbogenchors, unterstützte vor der Bühne die jungen Künstler, zahlreiche Assistentinnen sorgten für einen reibungslosen Ablauf neben und hinter der Bühne. Mehrmals gab es Szenenbeifall, wie zum Beispiel für den Aufmarsch der Ameisenarmee, die den am vorderen Bühnenrand schlafenden Tabaluga (Yvonn Daub) nach „da drüben“ im Hintergrund schaffte und ihn dort „deponierte“. Lilli (dargestellt von Brijana Michel) verzauberte nicht nur Tabaluga mit ihrem Tanz, sondern auch das Publikum.

Die Rührung, die die Zuschauer erfasste, als Tabaluga endlich mit seiner Lilli zusammen kam, war deutlich zu spüren und durch lange „Oohhh-Rufe“ auch zu hören. Die Aufführung begeisterte alle Zuschauer, die das natürlich mit lang anhaltendem Beifall zum Ausdruck brachten. Bei den vom Nachwuchs gezeigten Leistungen müssen Münsters Chöre nicht um ihre Zukunft bangen. Abschließend bedankte sich Markus Fäth bei allen auf der Bühne versammelten Akteuren, den zahlreichen Sponsoren und bei den Eltern und Großeltern der beteiligten Kinder. Große Blumensträuße für die Damen Theresia Uglik (Chorleiterin), Tanja Mohrhardt (Tanzleitung), Corina Schledt (Bühnenbild) und Daniela Michel (Tanzleitung) waren äußeres Zeichen der Dankbarkeit des Vorstands für die geleistete Arbeit.

Die meisten Besucher verharrten auf ihren Plätzen, denn die Ziehung der Gewinner des vom MGV ausgelobten Malwettbewerbs „Male dein schönstes Bild von Tabaluga und Lilli“ stand noch aus und markierte den Schluss.

Kommentare