Musikverein Münster gibt Jugend ein vielschichtiges Podium

Beste Werbung für den Nachwuchs

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Auch die beiden Nachwuchsorchester des Musikvereins hatten ihren Auftritt und demonstrierten eindrucksvoll, was durch musikalische Frühförderung bereits in jungen Jahren zu erreichen ist.

Münster - Der Musikverein Münster braucht als einer der größten seiner Art eigentlich keine Eigenwerbung. Dennoch brilliert er vor den Ferien mit einer Vorstellung seines größten Schatzes, der Jugend. Und nutzt das kleine, aber feine Kammerkonzert in der Gersprenzhalle, um auf seine neuen Kurse hinzuweisen. Von Thomas Meier 

Der Musikverein, gegründet 1914, bietet für jedes Alter die richtige Gruppe. Für die ganz Kleinen im Kindergartenalter gibt es die Gruppe zur musikalischen Frühförderung. Schulkindern dienen die Seminare, in denen Blockflöte gelernt wird, und älteren die Vororchester. An das Vororchester schließt sich das Jugendorchester an, das auch von jungen Musikern besucht werden kann, die die Grundausbildung nicht im Verein absolvierten. Für Heranwachsende und Erwachsene schließlich hat der Verein sein Großes Orchester. Hier spielen Musiker in jedem Alter gemeinsam viele verschiedene Stilrichtungen. Bei „Music and Coffee“, traditionelle Sommer-Veranstaltung des Musikvereins Münster, kamen jetzt wieder Eltern, Familien, Verwandte, Bekannte, Musikfreunde und Interessierte im kleinen Saal der Gersprenzhalle zusammen, um den Kindern und Jugendlichen des Vereins bei Kaffee und Gebäck zu lauschen. Sie gab beredt Zeugnis darüber, was im Verein an Nachwuchsarbeit geleistet wird.

Die Veranstaltung wurde durch die Kinder der musikalischen Frühförderung unter der Leitung von Elisabeth Schöner passend mit dem Lied über die „Münsterer Musikanten“ eröffnet. Die Kinder rasselten, sangen und animierten das Publikum, kräftig mitzuklatschen.

Die beiden Blockflötengruppen, die seit einem Dreiviertel- und seit eineinhalb Jahren zusammen spielen, intonierten unter Leitung von Gertraud Gonné mehrstimmige Lieder, die gerade in kleinen Gruppen für die Kinder anspruchsvoll sind.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Die Solo-Vorträge der Veranstaltung wurden durch Mariella Weikardt und ihre Klarinettenlehrerin Celine Pohl eingeleitet. Sie spielten zwei kleine Stücke für zwei Klarinetten. Nathalie Pohl, die gerade im neuen Orchester „Horsch e-mol(l)“ angefangen hat, Tuba zu lernen, spielte mit Instrumentallehrer Matthias Jäger auch ein kleines Stück und zeigte, dass ein Auftritt vor Publikum schon nach etwa sechs Wochen Unterricht möglich ist.

Hannah Euler setzte mit ihrer Lehrerin Jasmin Brechtel zwei kurze zweistimmige Stücke für Querflöte um. Den Abschluss der Einzel-Beiträge machten Celine Pohl und Maike Schnorbach, die beide sowohl im Jugend- als auch im Großen Orchester Klarinette spielen. Auch sie gaben zwei kurze Stücke für zwei Klarinetten.

Bei Veranstaltungen, die der Präsentation der Jugend des Vereins dienen, dürfen freilich die Orchester nicht fehlen. Das Vororchester spielte einige Stücke, darunter „I will follow him“ aus dem Musical Sister Act. Der informative musikalische Part des Tages wurde durch den Auftritt des Jugendorchesters abgeschlossen. Es gab Stücke wie „Call me maybe“ und „All about that bass“ zum Besten.

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