FSV-Summer-Begins-Party

Nur Bixxeschubbser haben’s warm

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Heißes Spektakel bei niedrigen Temperaturen: Das Bixxeschubbse war die sportliche Krönung der zweitägigen Sommereröffnungsparty beim FSV.

Münster - Hand aufs bibbernde Herz: Die zehnte „Sommer Begins-Party“ auf dem FSV- Gelände verdiente bei gefühlten Minusgraden ihren Namen nicht. Von Ursula Friedrich 

Über die Pfingstfeiertage lagen die Nächte fest in der Hand von Väterchen Frost, was der Stimmung beim zweitägigen Partyspektakel jedoch keinen Abbruch tat. Schon zum Auftakt am Samstag feierten über 700 Besucher bis spät in die Nacht, während die Quecksilbersäule des Thermometers beharrlich nach unten glitt. Aller Kälte zum Trotz ging es am Pfingstsonntag richtig heiß her. Die Veranstalter, das Stammtischtrio Nachtschwärmer, Weizekiller 00 und Filmriss 07, machte zum zweiten Mal für die sportliche Riesengaudi um die Äbbelwoibixx Werbung. Nicht das Trinken des kultigen Hessengetränks, sondern das Schieben einer überdimensionalen, 2,50 Meter langen Apfelweinbüchse auf Holzfkufen war die Herausforderung.

Keine Frage, bei diesem Wettbewerb auf dem FSV-Rasen ging es wieder richtig heiß her. Zehn Teams krempelten die Ärmel hoch, um die 250 Kilogramm schwere Monster-Bixx über die 25-Meter-Rasen-Distanz zu schieben. Auch die Veranstalter entsendeten zwei Teams mit den klangvollen Namen Weizekiller 00 und Filmriss 07 ins Rennen. „Enn rischtisch geile Hessewettbewerb“, tönte Bixxe-Schubs-Erfinder Ralf Geppert, der mit flotten Sprüchen das Ganze moderierte. Das Viererteam „Vier Meter Fleischwurst am Stück“, Titelverteidiger des Vorjahres, mobilisierte derweil alle Kräfte, schließlich galt es, den Bixxe-Titel aus 2015 zu verteidigen. „Es ist nicht nur eine Frage der Kraft“, erklärte der dreifache Deutsche Meister Alex Klein, der mit seinem Team „Holz vor der Hütte“ derzeit noch den Fünf-Sekunden-Rekord hält, „man braucht auch Geschicklichkeit.“

Hier hatte Filmriss offenkundig nicht die richtige Technik. „Eingebuddelt!“, johlte Geppert, während die vier Anschieber dem Rasen heftig zusetzten. Schnell zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Favoriten ab. Titelverteidiger „Vier Meter Fleischwurst“ legte nach zwei Umläufen zwar mit einer schnellen Zeit vor, doch das DJK-Männerballett lag dicht auf. Die eleganten Pumps hatten die tanzende Männergarde diesmal gegen festes Schuhwerk eingetauscht – ein Erfolgsrezept. Da es ein Novum im Turniermodus gab, setzten die Tänzer zum Überholen an. Denn diesmal ging es um mehr, als nur ein „Schubbse“ im Parcours, im Anschluss forderte ein Bixxe-Curling mit der Mini-Äbbelwoibixx viel Geschick. Titelverteidiger „Vier Meter Fleischwurst am Stück“ musste sich in diesem dramatischen XS-Bixxe-Endspurt knapp geschlagen geben. In einem vom tosenden Publikum untermalten Herzschlagfinale überholte das DJK Männerballett den Spitzenreiter, Platz drei ging an Gastgeber Weizekiller, gefolgt von den diesjährigen Kerbborsche.

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Das einzige Damenteam „Vier Engel für Ebbedei“ machte beim „Schubbse“ definitiv die beste Figur. Hatte jedoch erschwerte Bedingungen: Die Testosteronliga, acht reine Männerteams, hatte das Geläuf wildschweingleich aufgewühlt. Die Eppertshäuser Mädels aus der Showtanztruppe des FVCA schlugen sich passabel – und das ohne Training, nur mit ein paar Äppler im Voraus als Dopingmittel. Da ohne Konkurrenz, erhielten sie ebenso einen Ehrenpreis wie das gemischte Team Pilsi. Für die Sieger heißt es nun ordentlich trainieren, denn am 20. August steht die Deutsche Meisterschaft in Beerfurth, der Heimat der Äbbelwoibixx, an.

Das Sportspektakel auf dem FSV-Gelände ging am Pfingstsonntag in ein Rockkonzert über. Zum zehnten Geburtstag ihrer Sommer-Begins-Party hatten die Veranstalter einen echten Partykracher gebucht. Und wer zum Sound von Sushiduke abtanzte vergaß sogar, dass nicht nur die Sommertemperaturen fehlten, sondern sogar der Frühling ein Pause einlegte.

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