Zwei kreative „Kollektivschläferinnen“ beleben drei Monate die Ex-Ratsstuben

Schlaf als Kunst im „ARThaus“

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Die Künstlerinnen Annika Keidel und Hannah Schassner hier im Wachzustand.

Altheim - Ist Schlafen Erholung, Vergnügen oder gar Kunst? Dieser Frage gehen Annika Keidel und Hannah Schassner als im Januar gegründetes Künstlerinnen-Duo „die Kollektivschläfer“ nach. Sinnigerweise nennen die Beiden ihr auf drei Monate angelegtes Projekt „Sleep“.

Im „ARThaus“, Hauptstraße 2, eröffnen die beiden Künstlerinnen heute ihr Schläferbüro. Bereits am Sonntag, 9. Oktober, laden sie für 18 Uhr alle Interessierten ein. „Sleep happens“ lautet der Titel ihres Überraschungsevents, das sie am ersten Samstag im November um 20 Uhr präsentieren. Kulinarisch verführen die beiden am Samstag, 12. November, 20 Uhr, in ihrer träumerischen Kunstkantine. „Gäste sollen als Freunde gehen“ ist die Intention des Abends, an dem sie gemeinsam mit Kochbegeisterten Bürgern Speisen und Kunstaktionen zu einer Einheit verweben wollen.

„Schlaf, Altheim, schlaf!“ heißt es am Vorabend des zweiten Advent, wenn Schassner und Keidel um 21 Uhr zu einer „Pyjama-Party“ einladen. Am Samstag, 17. Dezember, läuten die beiden Künstlerinnen um 18 Uhr mit dem „Sleep Finale“ die letzten beiden Wochen des Projekts ein. Zusätzlich planen sie außergewöhnliche Veranstaltungen wie Nacht-Lesungen, gemeinsames In-den-Schlaf-fallen, Schlaflied-Konzerte, Werkschauen mit Kaffee-Orgien und vieles mehr. „Wir wollen künstlerisch den Schlaf erforschen“, sagt die freiberufliche Theaterregisseurin und Dramaturgin Schassner aus Frankfurt und die Tänzerin und Choreographin Keidel aus Mannheim ergänzt: „Wir laden alle ein, gemeinsam zum Thema Schlaf tänzerisch aktiv zu sein und Szenen zu entwickeln.“ Mit ihrem bisherigen Wirken haben sich die „ARThäusler“ schon einen Namen gemacht: Das Sleep-Projekt wird vom Hessischen Kultusministerium gefördert.

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„Während sich die Künstlerinnen um einen der vier Residenzplätze bei der Initiative FLUXbeworben hatten, bemühten wir uns fast zeitgleich um einen Zuschlag für eines der Kunstprojekte“, erinnert sich Max Petermann, Vorstandsmitglied des rund 80 Mitglieder umfassenden Vereins ARThaus. (tm)

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