Großes Interesse an der 65-jährigen Historie

Zum Storchenfest Nistkästen gebaut

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Zum traditionellen Storchenfest fanden im 65. Jahr des Bestehens der NABU-Ortsgruppe Münster zahlreiche Besucher den Weg ins Gersprenzstadion. Hier bauten die Kinder unter Anleitung Nistkästen.

Münster - Allen Wetterunbilden zum Trotz erfreute sich das 18. Storchenfest des Naturschutzbundes, Ortsgruppe Münster, besten Besuchs.

Hatte man früher ans Vereinsheim der Kleingärtner am Werlacher Weg geladen, so ist seit vier Jahren das Gersprenzstadion Domizil für Festlichkeiten des NABU. Vorsitzender Dieter Günther war sehr zufrieden mit dem Zuspruch aus der Bevölkerung, denn zwischen 10 und 17 Uhr fanden sich über den Tag einige Hundert Gäste ein. Und denen wurde im 65. Jahr des Bestehens der Ortsgruppe einiges aufgetischt. Neben Mittagessen und reichlich Kaffee und Kuchen war auch eine Informationswand aufgebaut, auf der die zahlreichen Taten der Naturschützer aufgeführt wurden. Und freilich gaben die Vereinsmitglieder auch Informationen zu den laufenden Vorhaben wie beispielsweise der Renaturierung der Semme.

Die NABU-Ortsgruppe Münster besteht seit 1951 und hat zur Zeit rund 500 Mitglieder. Etwa 15 von ihnen sind ehrenamtlich in ihrer Freizeit mit der Pflege der ausgewiesenen Naturschutzgebiete befasst. Dazu zählen im Wesentlichen Neuanlage und Pflege von Biotopen, Betreuung und Erhaltung von Streuobstwiesen, Gewässerschutz, Schutzprogramme für Insekten, Pflege der Nistkästen, Bestandserfassung und -entwicklung von Vögeln, Pflege von Kopfweiden und mehr. Zum Fest wurden freilich auch die kleinen Gäste nicht vergessen, für die man allerlei Beschäftigung hatte. So bastelten NABU-Betreuer mit ihnen Nistkästen oder versuchten sich an Insektenhotels, von denen auch mehrere zum Verkauf angeboten wurden.

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Die Kindergruppe des NABU Münster gibt es seit 2007. Sie hat sich selbst den Namen „Naturfüchse“ gegeben. Die Gruppe besteht aus rund zwei Dutzend Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren und geht etwa alle drei Wochen auf Forschungsreise, um die Bausteine der Natur zu ergründen. Bei Umweltwettbewerben wurden bereits ansehnliche Preise gewonnen. Ihr Motto lautet: Natur statt Glotze.

tm

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