Dezernent für Klimaschutz und Energiewende

Grüner Wunsch erfüllt sich

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Dirk Wölfing wird sich künftig in Isenburg um den Klimaschutz kümmern.

Neu-Isenburg - Bereits Mitte Mai, als CDU, Grüne, FDP und Freie Wähler einen Koalitionsvertrag unterzeichneten, war die Rede davon, dass die Grünen darauf spekulieren, künftig den Posten eines Dezernenten für Klimaschutz zu besetzen – und zwar mit Dirk Wölfing.

Entscheiden müsse über diese Personalie aber noch Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos), hieß es damals. Insofern kommt die Pressemitteilung der Grünen diese Woche wenig überraschend: Ihr ist zu entnehmen, dass der Rathauschef die Sache nun aufs Gleis gesetzt hat. „Die neue Dezernatsverteilung nach der Koalitionsbildung hat ein neues Dezernat für Klimaschutz und Energiewende geschaffen“, schreibt Sprecher Nick Timm. „In dem neuen Dezernat werden künftig die vielen und komplexen Aspekte des Klimaschutzes und der Energiewende in Neu-Isenburg konzentriert und eine Stimme im Magistrat bekommen. Der Grünen-Stadtrat Dirk Wölfing wird dieses Dezernat zukünftig betreuen.“ Damit gehe für die Grünen ein seit langem gewünschtes Ziel in Erfüllung, diesen zukunftsorientierten Arbeitsbereich politisch steuern zu können. „Klimaschutz bedeutet Innovation und Unterstützung bei der Anpassung an sich verändernde Bedingungen. Durch eine systematische und Ziel orientierte Vorgehensweise wollen wir zeigen, dass Klimaschutz sich rechnen kann“, sagt der neue Dezernent. „Klimaschutz und Energiesteuerung sind nicht nur globale Aufgaben, sondern haben inzwischen auch entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung unserer Stadt und auf die Vernetzung mit unseren Nachbarkommunen.“

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Wölfing umreißt die Aufgaben für Isenburg folgendermaßen: „Maßnahmen des Klimaschutzes sollten überall dort bedacht werden, wo ohnehin Veränderung ansteht: Beim Kauf eines Produkts, bei der Sanierung des Daches oder der Heizung oder bei der energetischen Konzeption von Häusern in den Neubaugebieten – zum Beispiel im Birkengewann. Immer wenn diese Entscheidungen anstehen, wollen wir Bürger mit Experten sowie mit dem lokalen beziehungsweise regionalen Handwerk vernetzen. Wir wollen zukunftsweisende Lösungen ermöglichen und über Fördermittel beraten.“ Hierzu gehöre ein systematischer Überblick „und gezieltes Anfragen über die vielen Fördermaßnahmen aus Brüssel, Berlin oder Wiesbaden“.

Als weitere wichtige Aufgabe hat sich der Grünen-Dezernent die Unterstützung „eines Kernprojektes der neuen Koalition“ auf die Fahnen geschrieben: „Die Erarbeitung eines Konzeptes zur Entwicklung eines urbanen Zentrums in Isenburg mit einer energetischen Sanierung der Hugenottenhalle zusammen mit der Zentrale der Stadtbibliothek.“

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