RMV sieht Aufwertung des Bahnhofs als regionalen Knotenpunkt

Dreieichbahn fährt nun bis Neu-Isenburg

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Neu-Isenburg - Mit einer Änderung wartet der RMV bei der Dreieichbahn auf. Die bislang in Buchschlag endenden Verbindung werden ab sofort bis Neu-Isenburg weitergeführt.

Der Verkehrsverbund erhofft sich durch die Neuerung eine Verbesserung für Neu-Isenburger Fahrgäste, für die es nun direkte Verbindungen nach Dreieich, Rödermark und Dieburg gibt. Montags bis freitags werden tagsüber zwölf Fahrten pro Richtung, die bislang in Buchschlag endeten beziehungsweise starteten, zum Neu-Isenburger Bahnhof verlängert. Dadurch ergeben sich zudem neue Verknüpfungsmöglichkeiten mit Bussen. Der RMW sieht eine Aufwertung des Neu-Isenburger Bahnhofs als regionalen Knotenpunkt mit S-Bahn, Dreieichbahn, Schnellbussen und lokalem Stadtbus.

Dagegen gebe es keine Möglichkeit, die Direktverbindungen der Dreieichbahn zum Frankfurter Hauptbahnhof wie früher im Berufsverkehr in Neu-Isenburg halten zu lassen. Die Bereichsleitung des RMV antwortete auf eine Anfrage von Bürgermeister Herbert Hunkel. Seinem Wunsch könne wegen der ausgelasteten Strecken und der Gleisbelegung im Umfeld des Hauptbahnhofs nicht entsprochen werden.

Wegen der eingleisigen Strecke der Dreieichbahn zwischen Sprendlingen und Neu-Isenburg sowie der kurzen Wendezeiten im Hauptbahnhof müssten die Direktverbindungen ab Buchschlag über die Hauptgleise der Main-Neckar-Bahn geführt werden und könnten daher nicht mehr in Neu-Isenburg stoppen. Im Gespräch mit der DB Netz AG und der DB Regio AG habe der RMV zwar die Wiedereinrichtung des Halts prüfen lassen. Man sei aber zu keinem positiven Ergebnis gekommen.

Fotos: Großübung der Feuerwehr an der Dreieichbahn

Alternative ganztägige Fahrtmöglichkeiten zum Frankfurter Hauptbahnhof bestehen von Neu-Isenburg mit der Straßenbahn Linie 17 sowohl ab der Haltestelle Stadtgrenze als auch durch die Verknüpfung mit der S-Bahn an der Station Frankfurt Stresemann-Allee alle zehn beziehungsweise 15 Minuten. Die Fahrzeit beträgt etwa eine Viertelstunde. „Die wenigen Direktfahrten vom Neu-Isenburger Bahnhof, die netzbedingt nicht mehr angeboten werden können, werden durch diese häufige und schnelle Alternativ-Verbindung kompensiert“, schreibt der RMV.

Durch die Änderung gibt es eine weitere Verbesserung. Am Bahnhof Buchschlag bestehen nun planmäßige Übergänge zur S-Bahn in Richtung Frankfurt und Darmstadt, die es bislang so nicht gegeben hat. hok

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