Hugenottenmedaille für Gerda Kiefer

Eichenbühlerin mit Herz und Seele

+
Gerda Kiefer (Mitte) wurde gestern im Rathaus von Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und Bürgermeister Herbert Hunkel mit der Hugenottenmedaille ausgezeichnet.

Neu-Isenburg - Sie hat unzählige Stunden ihrer Zeit in die Vereinsarbeit und das Ehrenamt investiert und vor allem den Kleingärtnerverein Eichenbühl auf einem guten Stück seiner Geschichte begleitet und die positive Entwicklung mitgestaltet:

Gestern hat Gerda Kiefer von Bürgermeister Herbert Hunkel die Hugenottenmedaille der Stadt als Anerkennung für ihr Engagement erhalten. Gerda Kiefer ist „Eichenbühlerin“ mit Herz und Seele: Seit 40 Jahren packt sie im Vorstand des größten der drei Isenburger Kleingartenvereine mit an. „Und als Schriftführerin hat dieses Engagement ja auch nicht gerade mit Repräsentanz zu tun, sondern es ist vielmehr Knochenarbeit“, hebt Hunkel, der früher selbst im Eichenbühl kleingärtnerte, hervor. Deshalb wolle die Stadt nun als Dank und Anerkennung für ihr 40-jähriges Engagement als Schriftführerin für den Kleingartenverein Gerda Kiefer mit der Hugenottenmedaille überraschen. Es ist die 56. Auszeichnung dieser Art, die Neu-Isenburg seit dem Jahr 2006 vergeben hat.

Ein Schlusspunkt soll der Preis, den Hunkel gestern vor diversen Offiziellen sowie Kiefers Ehemann Wilhelm, ihren Töchtern Kirsten Finnemore und Marion Horn samt Gatte Michael im Rathaus überreicht, für Gerda Kiefer keinesfalls sein: „Ich werde meine Kraft auch weiterhin für den Verein einsetzen, solange meine Gesundheit das noch zulässt und ich von den Mitgliedern wiedergewählt werde“, betont die überraschte Isenburgerin.

Den Kleingärtnerverein 1920 Eichenbühl im Osten der Stadt, der sich laut Hunkel nach wie vor großer Beliebtheit erfreut und von dessen 398 Parzellen derzeit keine einzige ungenutzt ist, hat Kiefer auf einem guten Stück seiner Geschichte begleitet – „und sich dabei immer für den Verein und seine Mitglieder eingesetzt“, wie Hunkel betont. Gerade in Ballungsgebieten wie der Rhein-Main-Region hätten Kleingärten heute besondere Bedeutung: „Sie haben wichtige ökologische Aufgaben und einen hohen Freizeitwert und entwickelten sich zu tollen Naherholungsgebieten. Sie sind ebenso grüne Oasen wie grüne Lungen der Städte“, hebt der Rathauschef hervor.

Die schönsten Frühlingsbilder unserer Leser

Doch hinter den schönen Gärten und den gepflegten Anlagen im Eichenbühl stecke ein hoher Verwaltungsaufwand. Gesetzliche Bestimmungen müssen eingehalten, Natur- und Umweltschutzauflagen erfüllt, Gespräche mit Behörden geführt werden und vieles mehr – für alles falle eine Menge Schriftverkehr an, den Gerda Kiefer mit Elan bewältigt habe. „Für die meisten Beteiligten ist es schon fast selbstverständlich, dass diese Arbeiten von einem engagierten Vorstand ehrenamtlich übernommen werden. Selbstverständlich ist das jedoch nicht. Es bedarf Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich für andere einsetzen und ihre persönliche Zeit dafür aufbringen“, lobt Hunkel. Und genau das tue Kiefer, die mittlerweile Ehrenmitglied im Kleingartenverein ist.

Es ist übrigens nicht ihr einziges Ehrenamt: Sie ist auch eines der langjährigen „Linsensuppenmäuschen“, die die Suppe für den Lumpenmontag kochen. (hov)

Kommentare