Aktualisierte Schulwegpläne online

Eltern-Taxis im Visier von Kontrollen

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Neu-Isenburg - Sechs Wochen. Das ist eine Zeitspanne, die zu Beginn der Ferien vielen Schülern unendlich erschien. Nun ist sie so gut wie um, die unterrichtsfreie Zeit.

Ein paar Tage noch, dann sind auch wieder die Abc-Schützen unterwegs. Sie alle sollen sicher zur Schule gelangen. Deshalb werden in Isenburg alljährlich die Schulwegpläne unter die Lupe genommen. Auf freiwilliger Basis initiiert die Stadt seit vielen Jahren die Überprüfung: Die Mitarbeiterinnen der Straßenverkehrsbehörde setzen sich mit der Polizei und den Schulleitungen zusammen, um die bestehenden Pläne zu analysieren – und gegebenenfalls an die geänderte Verkehrssituationen anzupassen. „Wir halten dies für eine wichtige präventive Maßnahme, um die Verkehrssicherheit für Schulkinder zu erhöhen“, sagt Erster Stadtrat Stefan Schmitt. „Schulwegpläne helfen dabei, den sichersten Schulweg für die Kinder von der Wohnung bis zur Schule zu finden – und das ist nicht immer der kürzeste.“

Schmitt appelliert an die Eltern der neuen Grundschüler, sich unbedingt die Zeit zu nehmen und den Weg mit ihren Kindern zu besprechen. Zudem bittet er alle Verkehrsteilnehmer um besondere Rücksicht und eine umsichtige Fahrweise – und kommt dabei auch auf den oft abenteuerlichen Anliefer- und Abholservice der Eltern-Taxis zu sprechen. „Durch den Hol- und Bringdienst der Eltern kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Wir werden zum Schuljahresbeginn verstärkt im Einzugsbereich der Schulen den Verkehr überwachen“, kündigt Schmitt an.

In Gruppen zu Fuß in die Schule zu gehen, das sei die bessere Alternative, in der die Eltern ihre Kinder bestärken sollten. Die aktuellen Schulwegpläne gibt’s im Internet: Unter www.neu-isenburg.de können sie eingesehen und ausgedruckt werden.

Das Thema Schulwegsicherung – speziell auf den Dreiherrnsteinplatz bezogen – steht auch auf der Tagesordnung, wenn im Stadtteil Gravenbruch nächste Woche die politische Sommerpause endet: Ein diesbezüglicher Antrag der Grünen wird am Donnerstag, 1. September, in der Sitzung des Ortsbeirats diskutiert (20 Uhr, Seniorenhaus, Meisenstraße 24). Demnach soll der Magistrat gebeten werden zu prüfen, „welche Maßnahmen ergriffen werden können, um gefährliche Situationen für die Kinder vor der Grundschule zu vermeiden“. Die Grünen nennen als Beispiele für solche Maßnahmen „Schritttempo auf der Straße Dreiherrnsteinplatz, Kontakt zur Schule wegen Maßnahmen zur weiteren Sicherung, Kontakt zur Polizei“.

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In der Begründung verweisen die Grünen darauf, dass es immer wieder von Eltern Klagen darüber gebe, „wie einige Eltern sich verhalten, wenn sie ihre Kinder am Schultor abgeben“. Es sei zur Normalität geworden, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto direkt vor dem Schultor aussteigen lassen. „Es wurde auch beobachtet, dass Eltern beim Ankommen und Wegfahren viel zu schnell fahren und es dadurch schon zu gefährlichen Situationen gekommen ist“, schreiben die Grünen. Die Problematik sei nicht neu, jedoch sei die Politik aufgefordert, „dies immer wieder zu thematisieren“. (hov)

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