„Lebendiger Treffpunkt für Gravenbruch“

Stadtteilbibliothek stößt auf großes Interesse

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Zum Lied „Alle Kinder lernen lesen“ haben die Jungen und Mädchen des Schulchors der Ludwig-Uhland-Schule Plakate gemalt.  

Gravenbruch - Von einem Quantensprung im Bildungsangebot des Stadtteils sprach Bürgermeister Herbert Hunkel bei der Eröffnung der neuen Stadtteilbibliothek in Gravenbruch. Und diese stieß auf großes Interesse.

Am Tag der offenen Tür gab es großes Lob für die Bibliothek samt der angegliederten Räume für die nachschulische Betreuung. „Wenn mein Kind nach der Schule hier ist, weiß ich es gut aufgehoben“, meinte eine Mutter. Der Schulchor der Ludwig-Uhland-Schule unter der Leitung von Judith Engert steuerte fröhliche Lieder bei. „Alle Kinder lernen lesen, Indianer und Chinesen. Selbst am Nordpol lesen alle Eskimos, hallo Kinder, jetzt geht´s los“, sangen recht passend die Mädchen und Jungen und zeigten ihre selbst gemalten Bilder. Dass die Feier gerade mit dem Unesco-Welttag des Buches zusammenfalle, sei natürlich ein schöner Zufall, so Hunkel.

„Die Stadt hat eine große Investition geschultert und sich am 2,7 Millionen teuren Projekt der Schulbetreuung und der Stadtteilbibliothek beteiligt“, hob der Bürgermeister hervor und dankte auch dem Kreis Offenbach mit Landrat Oliver Quilling. Durch den Einsatz kann die nachschulische Betreuung verdoppelt werden – von 70 auf 140 Plätze. Hunkel erinnerte an die Verdienste des verstorbenen Stadtplaners Falk Schien, der mit viel Kreativität und persönlichem Engagement die Grundzüge der Planungen erarbeitet hatte. Mit den neuen Räumen ist nun die Betreuung bis 17.30 Uhr gesichert.

Kulturdezernent Theo Wershoven erwähnte die große Überzeugungsarbeit, die zur Durchsetzung der Stadtteilbibliothek notwendig war. „Wir haben hier ein Zentrum geschaffen, wo sich alle Menschen, alle Generationen begegnen können“, betonte er. Er lobte das Team um die Leiterin der Stadtbibliothek Jutta Duchmann, das mit viel Engagement und Kreativität eine tolle konzeptionelle Lösung erarbeitet hat. „Die Stadt hat sich hier ebenfalls mit rund 40.000 Euro eingebracht und der Freundeskreis der Stadtbibliothek weitere 6 000 Euro spendiert“, so Wershoven.

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Für die offizielle Übergabe hatte Erster Stadtrat Stefan Schmitt einen großen Schlüssel mitgebracht. Die örtlichen Pfarrer Barbara Friedrich und Francis Parakkal erbaten für die neue Einrichtung den Segen. Es folgte ein buntes Unterhaltungsprogramm unter anderem mit dem Zauberer Manioli und dem Absinto Orkestra mit Sinti- und Balkanjazz.

In der Schul- und Stadtteilbibliothek mit ihren 4 000 Medien gibt es PC-Arbeitsplätze, Internet und Wlan. Leiterin Jutta Duchmann hofft, dass das kleine Informations- und Medienzentrum zu einem lebendigen Treffpunkt wird. Die Öffnungszeiten sind dienstags von 13 bis 16 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr.

Weiterhin geöffnet sind die beiden Bibliotheken der katholischen Gemeinde St. Christoph sowie der evangelischen Kirchengemeinde. „Wir sind derzeit in einer Umstrukturierungsphase, aber danach läuft alles wieder normal“, verwies Pfarrerin Friedrich auf den derzeit eingeschränkten Service.

lfp

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