Beim Tag der Hilfsorganisationen können auch die Besucher aktiv werden

Feuerwehr nicht nur zum Anschauen

Neu-Isenburg - Kinder- und Jugendfeuerwehr, THW-Jugend und auch die „Großen“ von Feuerwehr und THW: Sie alle stecken in den Vorbereitungen für Vorführungen und Übungen beim Tag der Neu-Isenburger Hilfsorganisationen. Am Samstag, 3. September, ab 11 Uhr können in der Sankt-Florian-Straße aber auch die Besucher aktiv werden.

„Die Leute wollen immer mehr Interaktion“, sagt Feuerwehrsprecher Andreas Kronhart. Früher habe man bei solchen Veranstaltungen halt die klassische Fettexplosion vorgeführt, „das gab ein nettes Foto, aber die Leute nahmen nicht viel mit“. Daher möchte die Isenburger Wehr ihren Besuchern mehr bieten. Dass beispielsweise das Arbeiten mit „schwerem Gerät“ nicht immer leicht von der Hand geht, können die Gäste am Aktionstag selbst ausprobieren: Unter Anleitung darf mit hydraulischer Rettungsschere und -spreizer an einem Unfallauto getestet werden, wie kräftezehrend die Arbeit der freiwilligen Feuerwehrleute bei Einsätzen nach Verkehrsunfällen ist. Nicht so anstrengend, aber dafür hilfreich ist ein Besuch am Feuerlöschtrainer. Dort kann jeder ausprobieren, wie ein Feuerlöscher funktioniert und wie man ihn richtig benutzt.

Aber auch die klassischen Vorführungen dürfen nicht fehlen. Vor allem für die Kinder- und Jugendwehr ist die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, zu zeigen, was sie gelernt haben. Unter anderem wird der Nachwuchs eine brennende Holzhütte löschen. Die Einsatzabteilung wird ebenfalls am Feuerwehrturm einen praktischen Einblick in ihre Arbeit geben. Was ist eigentlich ein Leiterhebel und wie funktioniert er? Die Antwort auf diese Frage liefert nebenan das Technische Hilfswerk (THW). Der Aha-Effekt dürfte bei den Besuchern dabei genauso groß sein wie bei der Vorführung der THWler, die zeigt, wie es mit wenig Anstrengung möglich ist, gefahrlos Beton, Glas und Stein zu zerschneiden, als wäre es ein Butterbrot.

Bilder: Dachstuhlbrand in Mehrfamilienhaus

Mit einer Film- und Bilderausstellung informiert die Wehr über das Einsatz- und Übungsgeschehen und darüber, wie man sich im Brandfall am besten verhält. An einem Infostand gibt es Wissenswertes zu Rettungskarten, Rauchmeldern und zur App „Katwarn“. Vor allem die Rettungskarten fürs Auto will die Wehr bekannter machen, „da wissen die wenigsten bisher, dass es so was gibt“, sagt Kronhart. Dabei kann sie Leben retten. An der richtigen Stelle aufbewahrt, kann die Karte den Einsatzkräften bei der Bergung von Unfallopfern eine Hilfe sein, weil sie schnell zeigt, wo sich bei dem speziellen Modell heikle Stellen wie Tank und Airbag befinden. Auch für Kinder gibt’s am Aktionstag ein volles Programm – von Schlauchkegeln und Bobbycar-Rennen bis zur Surfanlage des THW. hov

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